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Die wirtschaftliche Lage der Oberschwabenklinik bleibt angespannt. Trotz steigender Patientenzahlen und Fortschritten bei der Personalentwicklung hat die OSK das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 23,2 Millionen Euro abgeschlossen.

Gleichzeitig konnte die Klinikgruppe ihre medizinische Leistung erneut steigern. Insgesamt wurden 174.900 Patientinnen und Patienten behandelt – rund 8.400 mehr als im Vorjahr. Davon wurden 37.660 Menschen stationär versorgt, ambulant waren es knapp 104.000 Fälle. Auch die Medizinischen Versorgungszentren der OSK verzeichneten mit mehr als 33.000 Behandlungen einen deutlichen Anstieg.
OSK-Geschäftsführer Franz Huber lobt die Arbeit der rund 3.300 Mitarbeitenden, kritisiert aber die finanzielle Situation im Gesundheitswesen: Die erbrachten Leistungen würden durch das aktuelle Finanzierungssystem nicht ausreichend abgebildet.
Besonders stark gefordert sind die Zentralen Notaufnahmen der OSK. Im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 76.500 medizinische Notfälle behandelt – darunter über 10.000 Kinder. Innerhalb von fünf Jahren sei die Zahl der Notfälle um rund 44 Prozent gestiegen. Gleichzeitig würden die notwendigen Strukturen und Personalreserven nicht kostendeckend finanziert, so die Klinik.
Als Gründe für die steigende Belastung nennt die OSK unter anderem Veränderungen in der Krankenhauslandschaft der Region, etwa die Schließungen der Standorte in Tettnang und Lindenberg.
Positiv entwickelt hat sich dagegen der Personalbereich. Durch den Abbau von Leiharbeit konnten die Ausgaben 2025 um 4,7 Millionen Euro gesenkt werden. Zudem beschäftigt die OSK inzwischen mehr Pflegekräfte als im Vorjahr und setzt verstärkt auf Ausbildung sowie internationale Fachkräfte.
Für die Zukunft hofft die Klinik auf eine nachhaltige Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft in Baden-Württemberg durch die geplanten Leistungsgruppen. Gleichzeitig warnt die OSK vor weiteren finanziellen Belastungen durch politische Entscheidungen und sieht dadurch den Handlungsspielraum der Kliniken weiter eingeschränkt.
Geschrieben von: Leon Dauter
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