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Bayerischer Sparkassentag in Lindau: Mehr als 400 Vertreter aus Sparkassen, Politik und Wirtschaft haben über die Zukunft der Finanzwelt diskutiert. Im Mittelpunkt stand die finanzielle Bildung – laut Sparkassenpräsident Matthias Dießl eine wichtige Schlüsselkompetenz für selbstbestimmte Entscheidungen. Außerdem ging es um digitale Geldanlagen, die Unterstützung von Unternehmen und die Rolle der Sparkassen bei der Zukunftsgestaltung.

Unter dem Motto „Finanzen verstehen. Zukunft machen.“ ist der Bayerische Sparkassentag 2026 in der Inselhalle Lindau zusammengekommen. Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter aus den 54 bayerischen Sparkassen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben dabei über die Rolle der Sparkassen in Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen diskutiert.
Im Mittelpunkt stand vor allem ein Thema: finanzielle Bildung. Der Präsident des Sparkassenverbands Bayern, Matthias Dießl, machte deutlich, dass es dabei um mehr geht als nur um Zahlen und Wissen. Wer seine Finanzen verstehe, könne bessere Entscheidungen treffen und sein Leben selbstbestimmter gestalten. Finanzielle Bildung sei deshalb eine wichtige Schlüsselkompetenz.
Dießl betonte, dass die Sparkassen dabei auf eine lange Tradition zurückblicken. Angebote wie der Sparkassen-Schulservice, das Planspiel Börse oder der Beratungsdienst „Geld und Haushalt“ gehören bereits seit Jahren dazu. Künftig soll das Engagement weiter ausgebaut werden – unter anderem mit sogenannten „Zukunftstagen“ für junge Menschen in ganz Bayern. Dort sollen praktische Fragen rund um Bewerbung, Wohnungssuche, Versicherungen, Vermögensaufbau und Altersvorsorge vermittelt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Sparkassentags war die Bedeutung von Finanzbildung für Chancengleichheit. Lorenzo Wienecke von der Initiative für wirtschaftliche Jugendbildung erklärte, dass fehlendes Finanzwissen soziale Unterschiede verstärken könne. Finanzbildung sei deshalb auch ein Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und Demokratieförderung.
Neben Bildungsthemen ging es in Lindau auch um die Zukunft der Geldanlage. Klassisches Sparen wird zunehmend mit Investitionen und digitalen Angeboten kombiniert. Trotz neuer Technologien bleibe die persönliche Beratung aber ein zentraler Bestandteil der Sparkassen, so Dießl.
Auch die Unterstützung von Unternehmen und Gründern war Thema. Die Sparkassen wollen weiterhin eine wichtige Rolle bei Unternehmensgründungen, Nachfolgen und Investitionen im Mittelstand spielen. Laut Dießl begleiten sie etwa jede zweite Unternehmensgründung in Bayern.
Auch wirtschaftlich sind die bayerischen Sparkassen nach eigenen Angaben solide ins Jahr 2026 gestartet: Von Januar bis Mai stieg das Kreditneugeschäft auf 12,2 Milliarden Euro. Besonders das Wertpapiergeschäft legte deutlich zu.
Der Bayerische Sparkassentag in Lindau setzte damit ein Signal: Die Sparkassen wollen Zukunft nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten – mit finanzieller Bildung, regionaler Nähe und Unterstützung für Menschen und Unternehmen.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu finanzen politik Sparkassentag wirtschaft