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Aktuelles

Notarztkurs Allgäu: An die 40 Ärztinnen und Ärzte bilden sich in Notfallmedizin weiter

today6. Juli 2026

Hintergrund
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Die notärztliche Versorgung wird in der Region groß geschrieben. Entsprechend ist auch das Interesse an der Weiterbildung zum Notarzt ungebrochen – und das im mittlerweile zwölften Jahr, in dem der Notarzt-Kurs der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren nun besteht.

Foto: PM Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

Veranstaltet wird der Kurs von der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Palliativmedizin der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Die beiden Chefärzte der Klinik, PD Dr. Bernd Hartmann und Dr. Joachim Klasen, die sich über alle drei Kliniken in Kaufbeuren, Füssen und Buchloe erstreckt, blicken mit Freude auf die Früchte, die die regionale Ausbildung seit nunmehr mehr als einem Jahrzehnt schon getragen hat. „Seitdem wir uns um die notärztliche Qualifikation unserer Mitarbeitenden selber angenommen haben, waren alle Notarztstandorte in unserem Verantwortungsbereich ausnahmslos besetzt“, erklären die beiden Organisatoren des Allgäuer Notarztkurses.

Früher habe auch im Allgäu der bundesweite Personalmangel in der Notfallmedizin noch zu großen Lücken in der Notarztversorgung geführt. „Zum Glück haben wir es bisher trotz der auch bei uns zunehmend angespannten Personalsituation geschafft, die notärztliche Versorgung werktäglich uneingeschränkt aufrecht zu erhalten“, so Hartmann und Klasen weiter. Seit Beginn der Kurse im Jahr 2014 gab es laut den beiden Chefärzten keine Personalengpässe mehr an den Standorten Kaufbeuren und Marktoberdorf im ärztlichen Bereich. Seit 2023 gilt dies auch für den Standort Buchloe. „Insbesondere durch den zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen sehen wir es mit als unsere Aufgabe an, weiterhin durch ein attraktives Kursangebot dem vorzubeugen.“

Ein Großteil des Kurses konnte dieses Jahr wieder in den dafür optimal geeigneten Räumlichkeiten des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten abgehalten werden. Außerdem fand das von der American Heart Association zertifizierte, zweitägige Training zur Versorgung von Patienten mit Herzkreislaufstillstand („ACLS“ advanced cardiac life support) diesmal erstmalig am Trainigscenter der HEMS Academy des ADAC in Oberpfaffenhofen statt.

Zu den dort gebotenen Simulationsmöglichkeiten ziehen Hartmann und Klasen ein positives Fazit. „Durch die enge Zusammenarbeit mit den Rettungsdienst des Bayerischen Rotenkreuzes und den Instruktoren des ADACs können wir den angehenden Notärztinnen und Notärzten eine noch realitätsnähere praktische Ausbildung anbieten“, heben die beiden Chefanästhesisten hervor. Das Training findet in Kleingruppen in verschiedenen lebensnahen Fallszenarien statt.

Am diesjährigen, 80-stündigen Notarztkurs nahmen fast vierzig Medizinerinnen und Mediziner teil, darunter viele junge Ärzte aus den verschiedensten Fachrichtungen. Der Lehrplan des insgesamt achttägigen Kurses aufgeteilt in zwei Blöcke richtete sich nach den Vorgaben der Bundesärztekammer zur Ausbildung von Notfallmedizinern und wird von der Bayerischen Landesärztekammer als Kursweiterbildung anerkannt. Die vorgesehene Großübung zum Abschluss des Notarzt-Kurses wurde am 17. Mai traditionell auf dem Fliegerhorst in Kaufbeuren im Beisein von Frau Julia von Stillfried, 2. Bürgermeisterin durchgeführt.

„Das abwechslungsreiche Kursprogramm konnten wir über die Jahre immer weiter optimieren und an die Weiterentwicklung der notärztlichen Versorgung anpassen – dies betrifft insbesondere die praktischen Einheiten, aber auch die einzelnen Themenblöcke“, so das ärztliche Leitungsteam bestehend aus Dr. Lisamon Egenrieder, Dr. Heiko Hübner und Dr. Philipp Zimmermann, dem Chefarzt der Notaufnahmen Kaufbeuren und Füssen.

Unterstützt werden sie von einem erfahrenen Ärzteteam der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Palliativmedizin: Benjamin Stegmann, Jörg Bamberger sowie Dr. Jakob Breunig.

Zudem basiert der große Erfolg des Kurses auch dieses Jahr wieder auf der Unterstützung regionaler Organisationen: dem Bayerischen Roten Kreuz, dem Fliegerhorst Kaufbeuren mit der Flughafen-Feuerwehr, der Feuerwehr Kaufbeuren, der Krankenpflegeschulen Kaufbeuren und Buchloe, sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Neben zahlreichen erfahrenen Notärztinnen und Ärzten der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren brachten weitere regional und deutschlandweit renommierte Referenten ihre jeweilige Expertise zum Nutzen der Notarztausbildung ein.

Die angehenden Notärzte müssen nun noch insgesamt 50 notärztliche Einsätze unter Aufsicht eines erfahrenen Kollegen absolvieren, bevor sie sich zur Prüfung bei der jeweiligen Landesärztekammer anmelden können.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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