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Im Allgäu kommt es Anfang Juli zu einem außergewöhnlichen Einsatz am Himmel: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die Bundespolizei trainieren vom 7. bis 9. Juli 2026 gemeinsam die Messung von Radioaktivität aus der Luft. Betroffen sind unter anderem Gebiete südwestlich von Augsburg sowie der Raum rund um den Forggensee bei Füssen.

Bei den Übungsflügen werden die Messgebiete mit Hubschraubern systematisch aus der Luft überflogen. Ziel ist es, im Ernstfall schnell feststellen zu können, ob und in welchem Umfang radioaktive Stoffe im Boden vorhanden sind. Die Flüge finden täglich zwischen 8 und 17 Uhr statt.
Auch im Allgäu ist das Training sichtbar: Rund um den Forggensee werden die Hubschrauber für Messungen in unterschiedlichen Höhen eingesetzt. Die Maschinen starten und landen dabei auf dem Fliegerhorst Kaufbeuren.
Hintergrund der Übung ist der Bevölkerungsschutz. Im Falle eines radiologischen Notfalls könnten solche Messungen helfen, innerhalb kürzester Zeit belastete Gebiete zu erkennen und Schutzmaßnahmen einzuleiten. Die Zusammenarbeit von Bundespolizei und Strahlenschutzbehörde wird dafür regelmäßig trainiert.
Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz gehören Teile der Region südwestlich von Augsburg zu den Gebieten, in denen auch Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl noch Rückstände nachweisbar sind.
Ziel der Übung ist es, die Abläufe zwischen den Einsatzkräften zu optimieren und im Ernstfall schnell und effizient reagieren zu können.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu bundespolizei Hubschrauber strahlenmessungen