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Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat das Klinikum Kaufbeuren als Viszeral-Onkologisches Zentrum ausgezeichnet. Das Qualitätssiegel bestätigt die Expertise des Klinikums in der Behandlung von Tumoren des Bauchraums, insbesondere auch der Bauchspeicheldrüse.

„Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung“, betont Professor Helmut Diepolder, „zumal die Anforderungen der DKG hoch sind.“ Laut dem Chefarzt für Innere Medizin am Klinikum Kaufbeuren muss etwa eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Chirurgie, Radioonkologie, Pathologie, Palliativmedizin und medikamentöser Tumortherapie gegeben sein. „Außerdem müssen auch onkologische Pflegekräfte, Psychoonkolog:innen und Sozialarbeiter:innen eingebunden sein“, so Diepolder weiter. Darüber hinaus seien jährliche Kontrollen Pflicht, in denen die Erfüllung der fachlichen Anforderungen überprüft wird. „Die Behandlung muss stets nach den Leitlinien der DKG ablaufen, die regelmäßig aktualisiert werden“, erklärt der Leiter des Zentrums.
Für die Zertifizierung als Viszeral-Onkologisches Zentrum müssen zudem mindestens ein DKG-zertifiziertes Darmkrebszentrum sowie ein weiteres viszeralonkologisches Modul – etwa für Pankreas-, Leber-, Magen- oder Speiseröhrenkrebs – am Standort nachweisbar sein.
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet diese Auszeichnung, dass sie im Klinikum Kaufbeuren nach den modernsten und höchsten medizinischen Standards behandelt werden, von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge. „Gerade in der Krebsbehandlung ist es enorm wichtig, mit den schnellen medizinischen Entwicklungen Schritt zu halten“, hebt Professor Stefan Maier hervor. „Nur so können die besten Ergebnisse erzielt werden.“
Als Beispiel nennt der Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am die im Klinikum Kaufbeuren inzwischen etablierten roboterassistierten chirurgischen Eingriffe. „Durch die enorme Präzision, die wir mit Hilfe des OP-Roboters erreichen, können wir von Tumor befallenes Gewebe genauer und umfassender entfernen.“ Laut Maier sei dadurch auch eine bessere Anschlussbehandlung möglich. „Auch die Regenerationszeit nach einem Eingriff ist deutlich kürzer, da wir viel exakter an der Grenze zwischen befallenem und gesundem Gewebe operieren können.“
Studien belegen, dass Patientinnen und Patienten eine größere Überlebenschance haben, wenn sie sich in zertifizierten Zentren behandeln lassen. Zudem treten seltener Komplikationen nach Operationen auf, und die körperliche Funktion ist nach der Behandlung besser. Für die Menschen in der Region bedeutet die Zertifizierung des Klinikums Kaufbeuren als Viszeral-Onkologisches Zentrum daher eine sichere und hochwertige Versorgung direkt vor der Haustür.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Klinikum viszeral zentrum