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Panorama

Staatsminister a.D. Josef Miller stellt neues Buch zur Allgäuer Alpwirtschaft vor

today1. Juli 2026

Hintergrund
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Die hochalpine Allgäuer Alpwirtschaft gehört zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Mit dem neuen Buch „Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur in Bad Hindelang“ widmet die Marktgemeinde Bad Hindelang diesem besonderen Kulturgut nun eine umfangreiche Publikation. Einer der 22 Autoren ist der Memminger Ehrenbürger und ehemalige Bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller.

Bei der Buchvorstellung (v.l.): Autor Staatsminister a.D. Josef Miller, Gabriele Neun, Vorsitzende des DAV, Sektion Memmingen und Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. (Foto: A. Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen)

Im Memminger Rathaus stellte Miller das Buch gemeinsam mit Oberbürgermeister Jan Rothenbacher sowie Gabriele Neun, Vorsitzende der DAV-Sektion Memmingen, vor und überreichte druckfrische Exemplare.

Oberbürgermeister Rothenbacher hob hervor, dass das Werk die Alpwirtschaft aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Thematisiert werden unter anderem die Geschichte der Alpwirtschaft, das Allgäuer Braunvieh, die Direktvermarktung, die Folgen des Klimawandels sowie die Rückkehr des Wolfs in die Alpen.

Josef Miller, der viele Jahre agrarpolitische Verantwortung für Bayern trug, betonte die besondere Bedeutung der Berglandwirtschaft. Aufgrund schwieriger Produktionsbedingungen könnten die Höfe im Alpenraum ohne staatliche Unterstützung langfristig kaum bestehen. Gleichzeitig sei die Bewirtschaftung der Alpen entscheidend für den Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft.

Nach Ansicht Millers besteht ein enger Zusammenhang zwischen Alpwirtschaft und Artenvielfalt. Würden die Flächen nicht mehr beweidet, würden sie nach und nach verbuschen und wertvolle Lebensräume verloren gehen. Beispiele aus anderen europäischen Ländern zeigten, welche Folgen eine Aufgabe der traditionellen Bewirtschaftung haben könne.

Auch Gabriele Neun vom Deutschen Alpenverein unterstrich die Bedeutung der Alpwirtschaft. Die Beweidung halte die Flächen offen und trage wesentlich zur Biodiversität im Alpenraum bei. Eine Übernutzung der hochalpinen Weideflächen sei dabei kaum zu befürchten.

Mit der neuen Publikation soll die Bedeutung der Allgäuer Alpwirtschaft für Natur, Kultur und Landwirtschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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