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Nach rund zehn bis zwölf Tagen mit Temperaturen von über 30 Grad endet die außergewöhnliche Hitzewelle im Allgäu, Kleinwalsertal und in der Bodenseeregion am Mittwoch. Sie brachte der Region neue Juni-Rekorde und zählt zu den längsten Hitzeperioden, die jemals Ende Juni gemessen wurden. In Kempten wurde mit 35,8 Grad ein neuer Höchstwert für den Monat Juni registriert. Damit übertraf die Stadt den bisherigen Rekord deutlich. Auch in anderen Teilen des Allgäus lagen die Temperaturen tagelang weit über der 30-Grad-Marke – eine so lange Hitzewelle gab es stellenweise nicht einmal im Rekordsommer 2003.
Bereits am Dienstagnachmittag bilden sich bei schwülheißen 25 bis 30 Grad erste Gewitter über den Allgäuer und Lechtaler Alpen. Im Laufe des Nachmittags und Abends ziehen diese langsam in Richtung Alpenvorland und können von kräftigen Windböen begleitet werden.
In der Nacht beruhigt sich die Wetterlage nur kurz. Am Mittwochmorgen erreicht schließlich eine Kaltfront die Region und sorgt verbreitet für kräftigen Gewitterregen. Örtlich können innerhalb einer Stunde bis zu 35 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Zudem sind Blitz, Donner und stürmische Böen möglich.
Bis Mittwochmittag zieht die Unwetterfront nach Osten ab. Danach wechseln sich Sonne und Regenschauer ab. Die Temperaturen erreichen nur noch 17 bis 22 Grad und liegen damit deutlich unter den Werten der vergangenen Tage.
Am Abend beruhigt sich das Wetter zunehmend. In der Nacht zum Donnerstag klart der Himmel vielerorts auf und die Temperaturen sinken auf angenehme 15 Grad am Bodensee sowie bis auf etwa 10 Grad in den Alpentälern. Damit bietet sich endlich wieder die Gelegenheit, Wohnungen und Häuser gründlich durchzulüften.
Die Abkühlung dürfte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Nach den aktuellen Prognosen setzt sich bereits zum Wochenende und spätestens Anfang der kommenden Woche erneut Hochdruckeinfluss durch. Von Frankreich aus breitet sich die nächste Hitzewelle bis ins Allgäu aus.
Sie soll nach derzeitigem Stand zwar nicht ganz so extrem ausfallen wie die gerade zu Ende gehende Rekordhitze, dennoch müssen sich die Menschen in der Region erneut auf hochsommerliche Temperaturen einstellen.
Geschrieben von: Redaktion
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