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Aktuelles

Hitzewelle im Allgäu: Kein Anspruch auf „Hitzefrei“ am Arbeitsplatz

today23. Juni 2026

Hintergrund
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Die Temperaturen im Allgäu klettern derzeit auf deutlich über 30 Grad. Während viele Menschen die Sonne an den Seen und Freibädern der Region genießen, wird die Arbeit in Büros, Werkstätten oder auf Baustellen schnell zur Belastungsprobe. Doch trotz der Hitze haben Beschäftigte keinen Anspruch auf „Hitzefrei“. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben hin.

Pixabay

„Ein Recht auf Hitzefrei gibt es zwar nicht, aber klare Regeln, was bei Hitze gilt“, erklärt Arbeitsrechtsexpertin Anna Rommel von der IHK Schwaben. Grundlage dafür sind die Technischen Regeln für Arbeitsstätten. Demnach soll die Temperatur in Arbeitsräumen dauerhaft nicht über 26 Grad liegen. Wird dieser Wert überschritten, sollten Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen, um die Belastung für die Beschäftigten zu reduzieren.

Ab einer Raumtemperatur von mehr als 30 Grad sind Unternehmen sogar verpflichtet zu handeln. Dazu zählen beispielsweise ein verbesserter Sonnenschutz, zusätzliche Lüftungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten oder eine gelockerte Kleiderordnung.

Trotz hoher Temperaturen dürfen Beschäftigte ihren Arbeitsplatz jedoch nicht einfach verlassen. Stattdessen empfiehlt die IHK Schwaben, gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen. In vielen Betrieben könnten etwa Gleitzeitmodelle genutzt werden, um die Arbeitszeit stärker in die kühleren Morgenstunden zu verlegen.

Besonders gefordert sind Arbeitgeber bei Tätigkeiten im Freien. Gerade auf Baustellen, in der Landwirtschaft oder im Handwerk sind Beschäftigte der Hitze oft über Stunden ausgesetzt. Hier sollten Arbeiten möglichst früh am Tag erledigt, zusätzliche Pausen im Schatten ermöglicht und ausreichend Trinkwasser bereitgestellt werden. Auch Sonnenschutz und leichte, UV-schützende Kleidung spielen eine wichtige Rolle.

Angesichts der aktuellen Hitzewelle im Allgäu dürfte das Thema in den kommenden Tagen für viele Betriebe und Beschäftigte weiter an Bedeutung gewinnen.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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