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Aktuelles

Polizei warnt vor Schockanrufen im Zusammenhang mit Traueranzeigen

today23. Juni 2026

Hintergrund
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Die Allgäuer Polizei warnt vor Schockanrufen, bei denen Täter Traueranzeigen ausnutzen, um Hinterbliebene zu kontaktieren. Sie geben sich als Polizei oder Justiz aus und fordern unter emotionalem Druck Geld oder Wertsachen. In der Region Neu-Ulm wurden bereits Fälle bekannt. Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht und empfiehlt, solche Anrufe sofort zu beenden und Angehörige direkt zu kontaktieren.

Symbolbild Enkeltrickbetrug Foto: Pixabay

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West warnt vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Kriminelle gezielt Traueranzeigen auswerten, um ihre Opfer auszuwählen. Im Bereich der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm wurden bereits zwei entsprechende Fälle bekannt.

Die Täter entnehmen aus veröffentlichten Todesanzeigen persönliche Daten wie Namen und familiäre Verhältnisse. Anschließend recherchieren sie Telefonnummern und Adressen, um Hinterbliebene telefonisch zu kontaktieren. Dabei geben sie sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Richter aus.

Im Gespräch behaupten die Betrüger, ein Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Haft zu verhindern, fordern sie hohe Geldbeträge oder Wertsachen. Die Täter setzen die Betroffenen dabei gezielt emotional unter Druck.

Die Polizei rät dringend zur Vorsicht bei Geldforderungen am Telefon und empfiehlt, das Gespräch sofort zu beenden und den Notruf 110 zu wählen. Angehörige sollten zudem direkt selbst kontaktiert werden, um die Angaben zu überprüfen. Weder Geld noch Wertsachen sollten an unbekannte Personen übergeben werden.

Außerdem wird empfohlen, in Traueranzeigen möglichst keine privaten Adressen zu veröffentlichen und stattdessen die Kontaktdaten des Bestattungshauses zu nutzen. Auch ein kritischer Umgang mit Telefonbucheinträgen kann das Risiko solcher Betrugsversuche reduzieren.

Die ehrenamtlichen Seniorenberaterinnen und Seniorenberater des Polizeipräsidiums bieten zudem kostenlose Vorträge zu Betrugsmaschen an und stehen unter der Telefonnummer 0831 9909-1320 für Terminvereinbarungen zur Verfügung.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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