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Ab 2027 darf im Bodensee wieder Felchen gefangen werden. Nach einem dreijährigen Fangverbot haben die Anrainerstaaten eine Lockerung beschlossen – allerdings unter strengen Auflagen für Berufsfischer und Angler. Die Bestände gelten zwar als erholt, aber weiterhin empfindlich, weshalb die Regeln deutlich eingeschränkt bleiben.

Nach drei Jahren Fangverbot dürfen Felchen ab 2027 wieder im Bodensee gefangen werden. Das haben die Anrainerstaaten bei der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) im bayerischen Wasserburg beschlossen. Die Regeln bleiben jedoch deutlich eingeschränkt.
Die Felchen gelten als traditioneller und besonders beliebter Speisefisch der Region. In den vergangenen Jahren waren die Bestände jedoch stark zurückgegangen, weshalb seit Anfang 2024 ein weitreichendes Fangverbot galt. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigen zwar eine leichte Erholung, die Bestände gelten aber weiterhin als empfindlich.
Mit der neuen Regelung soll einerseits die Berufsfischerei am See unterstützt werden, andererseits der Schutz der Fischbestände weiter gewährleistet bleiben. Künftig dürfen Fischer nur an weniger Tagen und mit strengeren Vorgaben auf Felchenfang gehen. Auch größere Maschenweiten sollen dafür sorgen, dass junge Fische nicht gefangen werden.
Auch Angler dürfen ab 2027 wieder Felchen fangen, allerdings nur in begrenztem Umfang und mit einer täglichen Fangobergrenze.
Trotz der Lockerung warnen Fachleute weiterhin vor einer zu frühen Entlastung der Bestände. Ob sich der Felchenbestand langfristig stabilisiert, bleibt daher offen.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Bodensee Felchen fischen