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Die Oberschwabenklinik warnt vor finanziellen Mehrbelastungen durch das geplante Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Im Rahmen eines Aktionstags machten die Kliniken in Ravensburg und Wangen symbolisch auf die mögliche Gefährdung der regionalen Gesundheitsversorgung aufmerksam, ohne den Betrieb zu stören. Laut Berechnungen könnten zusätzliche Kosten in Millionenhöhe entstehen, die sich auf Defizite und Personal auswirken könnten.

Die Oberschwabenklinik hat sich mit den Standorten St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg und Westallgäu-Klinikum Wangen an einem landesweiten Aktionstag der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft beteiligt. Mit einer symbolischen Schließung der Haupteingänge machte das Unternehmen auf mögliche Auswirkungen des geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes aufmerksam. Der Klinikbetrieb lief dabei uneingeschränkt weiter.
Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft könnten Kliniken in Baden-Württemberg durch das Gesetz mit zusätzlichen Belastungen von mindestens 675 Millionen Euro pro Jahr konfrontiert werden. Für die Oberschwabenklinik selbst wird eine Mehrbelastung von rund 11 Millionen Euro jährlich erwartet.
Geschäftsführer Franz Huber warnt vor möglichen Konsequenzen für die Versorgung. Sollten die zusätzlichen Kosten nicht ausgeglichen werden, seien langfristig Leistungseinschränkungen oder Personalreduzierungen nicht auszuschließen. Bereits heute rechnet die Klinik für 2026 mit einem Defizit von rund 20 Millionen Euro.
Die Oberschwabenklinik fordert verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und kritisiert insbesondere geplante Änderungen bei Tarif- und Pflegefinanzierungen sowie steigende bürokratische Anforderungen. Ziel müsse es sein, die medizinische Versorgung in der Region dauerhaft sicherzustellen.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
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