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Ein Ehepaar aus Kaufbeuren ist am Freitag Opfer eines Anrufbetrugs geworden. Die Täter gaben zunächst eine schwere Erkrankung der Tochter vor und überzeugten die Opfer später mit einem falschen Polizeibeamten zur Übergabe eines hohen Geldbetrags.

Am Freitag, den 22.05.2026 zwischen 16:00 Uhr und 18:00 Uhr wurde ein Ehepaar aus Kaufbeuren Opfer eines Anrufbetrugs. Dabei nutzten die Täter eine neue Masche: Die Täter gaben an, dass die Tochter der Geschädigten eine schwere Krebserkrankung habe. Um einen zeitnahen tödlichen Verlauf zu verhindern, müssten Medikamente im mittleren 6-stelligen Wert bezahlt werden. Um der Tochter das Leben zu retten, müssten die Eltern in Vorkasse gehen. Diesen Betrugsversuch durchschaute das Ehepaar jedoch. Daraufhin rief allerdings ein falscher Polizeibeamter bei dem Ehepaar an, welcher so überzeugend agierte, dass das Ehepaar die Täuschung nicht erkannte und dem Betrüger glaubte. Der falsche Polizeibeamte gab an, wegen der Betrugsmasche zur erkrankten Tochter zu ermitteln und bat die Geschädigten, der Polizei bei der Ergreifung der Täter durch die Übergabe von Geld zu helfen. Daher erschien gegen 17:15 Uhr ein junger Mann mit weißem Baseballkappe an der Wohnadresse der Opfer und nahm eine Bargeldsumme im mittleren fünfstelligen Bereich entgegen. Außerdem befand sich eine weiter männliche Person an einem Pkw in unmittelbarer Nähe. Nach der Geldübergabe entfernten sich die Täter in unbekannte Richtung.
Die Polizei bittet nun um Mithilfe: Wer in Kaufbeuren im Bereich der Heinzelmannstraße am Freitag, den 22.05.2026, zwischen 16:00 Uhr und 18:00 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtete, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 08341/ 933-0 bei der Polizei in Kaufbeuren zu melden. In diesem Zusammenhang weist die Kriminalpolizei drauf hin, dass weder Polizei noch Justiz Ihr Vermögen dazu benutzen, Täter zu ergreifen. Seien Sie misstrauisch und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. (KDD Memmingen)
Geschrieben von: Stefanie Eller
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