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Aktuelles

Sicherheitslage in Lindau: Polizei und Stadt ziehen positive Bilanz

today11. Mai 2026

Hintergrund
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Um die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage zu beleuchten, fand am 20.04.2026 das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen der Stadt Lindau (Bodensee) und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West statt.

© PP SWS

An dem Austausch in den Räumlichkeiten der Stadtverwaltung nahmen neben den beiden Behördenleiterinnen, Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner, auch Vertreter der Polizeiinspektionen Lindau (Bodensee), der Grenzpolizeiinspektion Lindau (Bodensee) sowie der Kriminalpolizeistation Lindau (Bodensee) teil. Seitens der Stadt Lindau (Bodensee) waren die zuständigen Amts- und Abteilungsleitungen der Kommunalverwaltung in den fachlichen Austausch eingebunden. Darüber hinaus war der Leiter und Vertreter der örtlich zuständigen Bundespolizeiinspektion in Kempten vertreten.

Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner stellte gemeinsam mit den Dienststellenleitern auf Grundlage der Polizeilichen Kriminalstatistik die aktuelle Sicherheitslage für den Bereich der Stadt Lindau (Bodensee) vor. Die bereinigte Gesamtzahl der erfassten Straftaten ist im direkten Vorjahresvergleich um 4,8 % auf 1.825 Fälle angestiegen.

Demgegenüber verzeichnete die Rauschgiftkriminalität erwartungsgemäß erneut einen deutlichen Rückgang. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Wegfall allgemeiner Verstöße im Zusammenhang mit Cannabis infolge des zum 1. April 2024 in Kraft getretenen Konsumcannabisgesetzes. Parallel dazu stieg die Zahl der von der Polizei festgestellten Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln um 83 %.

Während im Bereich der Wohnungseinbruchdiebstähle ein mäßiger Anstieg festzustellen war, zeigte sich im Kriminalitätsfeld des sogenannten Callcenterbetrugs eine erfreuliche Entwicklung. Lag der Beuteschaden im Jahr 2024 noch bei über 160.000 Euro, konnten die Täter in Lindau (Bodensee) im Jahr 2025 lediglich rund 10.000 Euro erlangen. Die Zahl der erfolgreichen Fälle halbierte sich im Jahresvergleich entsprechend.

Die bereinigte Aufklärungsquote ist leicht auf 71,7 % gesunken, liegt damit jedoch weiterhin deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 %. Dies bedeutet, dass in der Stadt Lindau (Bodensee) mehr als zwei von drei Straftaten aufgeklärt werden.

Mit dem Anstieg der Fallzahlen über alle Deliktsbereiche hinweg erhöhte sich auch die bereinigte Häufigkeitszahl von 6.660 im Jahr 2024 auf 7.061 im Jahr 2025. In der Kriminologie dient die Häufigkeitszahl als vergleichbarer Indikator für die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner und beschreibt die durch Kriminalität verursachte Gefährdung. Zu berücksichtigen ist dabei, dass ausschließlich das sogenannte „Hellfeld“ – also die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten – in die Berechnung einfließt.

Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner erklärte hierzu:

„Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lindau sowie die zahlreichen Gäste, die ihren Urlaub hier verbringen, können sich weiterhin auf ein hohes Maß an Sicherheit und eine professionelle Polizeiarbeit verlassen. Zwar ist die Gesamtzahl der Straftaten im Jahr 2025 leicht angestiegen, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Besonders hervorzuheben ist die hohe Aufklärungsquote, die im bayernweiten Vergleich deutlich überdurchschnittlich ausfällt und die effektive Arbeit der Polizei in Lindau in Zusammenarbeit mit der Stadt Lindau eindrucksvoll belegt. Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass Lindau auch weiterhin eine sichere Stadt bleibt.“

Auch im Bereich der Verkehrsunfälle ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen: Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Stadtgebiet Lindau (Bodensee) sank von 913 im Jahr 2024 auf 874 im Jahr 2024. Hauptunfallursachen waren neben der Missachtung des Sicherheitsabstands insbesondere eine nicht angepasste Geschwindigkeit.

Demgegenüber stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten von 17 Personen um 82,35 % auf 31 Personen an. Die Zahl verletzter Pedelec-Fahrer ging hingegen erfreulicherweise um 11,32 % von 53 auf 47 Personen zurück.

Das Sicherheitsgespräch wurde von allen Beteiligten als zielführend und bedeutsam bewertet. Beide Seiten betonten die hohe Relevanz einer engen Zusammenarbeit sowie eines kontinuierlichen Austauschs, um frühzeitig und angemessen auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

Besonders erfreut über dieses positive Fazit zeigt sich auch Lindaus Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons:

„Ich möchte mich bei allen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihren engagierten und unermüdlichen Einsatz bedanken. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass wir uns hier in Lindau weiterhin sicher fühlen können. Eines dürfen wir dabei nicht vergessen: Tag für Tag sind Sie bereit, ihre eigene Gesundheit zum Schutz von uns Bürgerinnen und Bürgern aufs Spiel zu setzen. Das ist etwas, das man von keinem anderen Menschen erwarten kann. Für Sie ist es eine Selbstverständlichkeit. Herzlichen Dank!“

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Geschrieben von: Leon Dauter

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