Das letzten Regionalliga-Heimspiel der aktuellen Saison des FC Memmingen endete gegen die DJK Vilzing mit einem 1:1-Unentschieden.
Fußballplatz / Foto: pixabay
„Ihr hättet gewinnen müssen“, lautete das Fazit von Franz „Bulle“ Roth nach dem 1:1 (1:1) Unentschieden des FC Memmingen im letzten Regionalliga-Heimspiel dieser Saison gegen die DJK Vilzing. Die Bayern-Legende ist regelmäßiger Gast in der Memminger Arena seit sein Enkel Rufus für den Fußball-Club spielt. Sie hätten auch gewinnen wollen und können. Der „Lucky Punch“ wäre hinten raus möglich gewesen. In der Nachspielzeit hämmerte Fabian Lutz den Ball an die Querlatte statt in die Maschen: „Ich hätte es gerne gemacht, aber dann hebe ich es mir für nächste Saison auf“. Auch wenn damit nur ein Unentschieden – übrigens bereits das 12. Remis – heraussprang, war die Stimmung gelöst und trübte keineswegs die Feierlaune. Denn erst einmal waren alle froh, dass es am vorletzten Spieltag keinen Druck mehr gab. Der Klassenerhalt war im Vorfeld eingetütet, die Gäste waren schon länger gesichert. Beide Seiten gingen es befreit an und so entwickelte sich ein äußerst munterer Fußballabend bei dem den 608 Zuschauern einiges auch an Torszenen geboten wurde. Gut und gerne hätte es 4:4 oder 5:5 ausgehen können.
In zwei unterschiedlichen Halbzeiten war Vilzing im ersten Durchgang eher am Drücker. Dominik Dewein, der vor dem Spiel mit viel Beifall als „Spieler der Saison“ geehrt wurde, hatte mehrfach Gelegenheit zu zeigen, dass er zu besten Torhütern der Liga zählt. Sein Gegenüber Fabian Eutinger im DJK-Kasten stand ihm an diesem Abend nur wenig nach. Seinen einzigen Lapsus nutzte David Günes per Abstauber zur Memminger Führung (25.). Der Trainerneffe verabschiedete sich mit seinem elften Saisontreffer vom Publikum. Der 20-jährige wird den Verein verlassen und will seinen nächsten Karriereschritt machen. Wo, steht noch nicht fest.
Noch vor der Pause stellte Andreas Jünger mit einem verwandelten Foulelfmeter wieder auf Gleichstand. In der zweiten Hälfte konnte der FCM trotz guter Chancen seine numerische Überlegenheit nicht in Tore umsetzen. Nach einem Zupfer vor dem Strafraum gegen Constantin Kresin sah Vilzings Elija Härtl die Rote Karte. Kein böses Foul, aber eine folgerichtige Schiedsrichter-Entscheidung, weil er als „letzter Mann“ eine klare Torgelegenheit verhindert hatte (50.).
„Nach dem Platzverweis war es ein anderes Spiel. Wir haben es leidenschaftlich zu Ende verteidigt. Die Jungs haben sich reingehauen“, war es für DJK-Trainer Thorsten Kirschbaum ein „verdientes Glück“, dass der Lattentreffer von Lutz zum Schluss nicht reinging. Ein sichtlich aufgeräumter Matthias Günes erwies sich hinterher als Spaßvogel, schnappte sich das Mikrofon, übernahm die Interviewführung in der Reportage von BFV.TV und stimmte dem Statement seines Kollegen zu: „Über 90 Minuten können wir beide zufrieden sein“.
Hochzufrieden sind die Verantwortlichen des FC Memmingen auch mit der Arbeit von Günes. Wie vor dem Spiel bekanntgegeben wurde, hat der 46-jährige seinen ohnehin noch bis 2027 laufenden Vertrag vorzeitig bis zum Juni 2029 verlängert. Für Sportvorstand Serge Ahrens ist die Verlängerung ein bewusstes Zeichen nach außen: „Matthias ist nicht nur sportlich ein wichtiger Faktor, sondern auch menschlich eine tragende Säule. Mit Leidenschaft, Identifikation und vollem Einsatz lebt er die Werte unseres Vereins jeden Tag vor“.
Der FC Memmingen schließt die Runde nächsten Samstag (14 Uhr) beim FC Augsburg II ab, der noch um den Klassenerhalt kämpft.