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Aktuelles

Warum musste Jermaine (14) in Memmingen sterben? Social Media Accounts des mutmaßlichen Täters ein Schlüssel?

today6. Mai 2026

Hintergrund
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Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Jugendlichen aus Memmingen am vergangenen Wochenende stellt sich die Maustadt die Frage: Warum? Zahlreiche Bekannte, Freunde und Verwandte melden sich in Kommentaren zu Wort, betrauern den Jungen und können die Tat nicht fassen. Ein möglicher Schlüssel liegt in Veröffentlichungen des mutmaßlichen Täters nach der unfassbaren Tat.

Der Tatort in Memmingen / der mutmaßliche Täter beim Sport am Montag, abends werden ihn Polizeibeamte erschießen und das Opfer Jermaine (14) / Foto: Pöppel/new-facts.eu / Screenshot TikTok / privat

Der mutmaßliche Täter soll „Qais“ heißen, war 37 Jahre alt. Er und sein mutmaßliches Opfer kannten sich seit Jahren, waren den Schilderungen aus dem Freundeskreis des 14-jährigen zu schließen befreundet. Er hat viel Zeit mit dem Jugendlichen verbracht, in Kommentraren heißt es immer wieder „sie waren wie Brüder“. In Fotos ist zu sehen, wie der am Montagabend von Polizeibeamten erschossene 37-Jährige lachend einen Jungen hochhebt, mit anderen trainiert. Der 14-jährige Jermaine soll sich öfters mit dem Mann in dem leerstehenden Haus am Bahnhof getroffen haben. Hier hielt sich der abgelehnte Asylbewerber regelmäßig auf – in den Räumen lag viel Müll. Hier fanden Beamte am Montag den blonden Jungen – tot, jede Hilfe kam zu spät. Todesursache: „Gewalt gegen den Hals“.

Screenshot aus TikTok

Doch warum tötete der 37-Jährige einen vermeintlichen „Freund/Bruder“? Geben die letzten Posts in seinen Social Media- Kanälen Aufschluss rund um das „Warum“, was sich so viele Menschen fragen? Hier postet „Qais“ am Tag seines Todes, wie er seelenruhig Kraftübungen auf einem Sportgelände in Memmingen macht. Arabische Musik ist auf das Video gelegt, der Text: Eine Mischung aus Versen aus dem Koran. Es geht um Gerechtigkeit, menschliches Fehlverhalten, Strafe und Führung.

Links oben im Video zu sehen sind drei Zeichen.

Besonders verstörend ist das Verhalten des 37-Jährigen zwischen der Tat und seiner Stellung durch die Polizei. Anstatt unterzutauchen, postete der Mann Videomaterial von sich beim Training an Sportgeräten im öffentlichen Raum.

Die dabei verwendeten Emojis:
☝️ (Erhobener Zeigefinger): Ein in der dschihadistischen Szene verbreitetes Symbol für den „Tawhid“ (die Einzigartigkeit Gottes), das oft als Erkennungszeichen für radikale Entschlossenheit dient.
🥷 (Ninja): Eine Metapher für den maskierten „Gotteskrieger“, der aus dem Hinterhalt agiert – passend zu seinem Versteck im Schrank.
💪 (Bizeps): Ein Zeichen für die physische Stärke und die Vorbereitung auf eine gewaltsame Auseinandersetzung.

Die Symbole in seinem Video, die Musikuntermalung könnten die Tat in einen islamistischen Zusammenhang bringen. Etwas, dass die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen sicher einbeziehen wird.

Tragisch:
Der 37-jährige Qais war als Asylbewerber abgelehnt worden, bekam aber eine Duldung. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kam er aus den von Israel besetzten Westjordanland, seine Nationalität ist noch unklar. Wurde die Gefahr unterschätzt?

Rückblick – 02./03.05.2026:
Samstagabend kommt Jermaine nicht nach Hause. Eine Vermisstensuche startet. Polizisten betreten schließlich das verlassene Gebäude hinter dem Bahnhof, hier soll sich Jermaine häufiger aufgehalten haben. Vielleicht können sie hier dem Jungen auf die Spur kommen. „Bei der Absuche des leerstehenden Gebäudes stieß die Polizei auf eine männliche Person, die sich in einem Schrank versteckt hielt. Die Person verhielt sich aggressiv gegenüber den Polizeibeamten, ging mit einem Messer auf die Beamten los und flüchtete anschließend. Hierbei wurde niemand verletzt.“ Ein Polizeihubschrauber wird angefordert, doch der Angreifer bleibt verschwunden.

Montagmorgen 08.00 Uhr – 04.05.2026:
Mehrere Polizeibeamte und Streifenwagen sichern das leerstehende Haus in der Freudenthalstraße, alles scheint ruhig und entspannt – Kurz nach 10 Uhr treffen das SEK und weitere Spezialkräfte vor Ort ein. Beamte mit Schutzwesten und Maschinenpistolen betreten das Gebäude und durchsuchen. Plötzlich ändert sich die Lage schlagartig. Man habe eine tote Person entdeckt. Es wird großräumig abgesperrt, die Spurensicherung, Notarzt und Rettungswagen angefordert. Schließlich wird nach Abschluss der Spurensicherung die Leiche des Jungen aus dem Gebäude getragen und in die Gerichtsmedizin zur Obduktion nach Ulm gefahren. Jetzt sucht die Polizei einen Mörder – das Verletzungsbild für die Ermittler eindeutig.

Abends, gegen 18.20 Uhr,
wird Qias schließlich angetroffen, leistet Widerstand. Beamte fordern ihn auf sein Messer niederzulegen. Dem kommt er nicht nach, verhält sich aggressiv. Es fallen Schüsse. Polizeibeamte sichern nach eigener Absicherung ein Messer, beginnen mit der Reanimation des Mannes. Später stirbt er im Krankenhaus und nimmt die Antworten auf so viele Fragen mit ins Grab.

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Geschrieben von: Redaktion

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