AD
play_arrow

keyboard_arrow_right

Listeners:

Top-Hörer:

skip_previous skip_next
00:00 00:00
playlist_play chevron_left
volume_up
  • play_arrow

    AllgäuHIT

  • cover play_arrow

    AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

Aktuelles

Prozess um 1,9 Millionen Euro: Ehepaar steht wegen Parkautomaten-Affäre in Kempten vor Gericht

today4. Mai 2026

Hintergrund
share close
AD

Vor dem Landgericht Kempten beginnt am Dienstag ein viel beachteter Prozess, der bundesweit für Aufsehen gesorgt hat. Angeklagt sind ein ehemaliger Stadtmitarbeiter und seine Ehefrau. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, über mehrere Jahre hinweg rund 1,9 Millionen Euro aus Parkautomaten in Kempten entwendet zu haben.

Wegweiser zu einem Parkscheinautomaten / Foto: Pixabay

Der Mann soll als zuständiger Mitarbeiter direkten Zugriff auf die Automaten sowie die Geldkassetten gehabt haben. Seine Ehefrau soll das Bargeld anschließend auf verschiedene Konten eingezahlt haben. Insgesamt geht es um gewerbsmäßigen Diebstahl in 335 Fällen.

Besonders brisant: Laut Anklage sollen sich die Taten zwischen 2020 und 2025 ereignet haben. Zusätzlich stehen weitere Vorwürfe im Raum, die bereits teilweise verjährt sind. Diese sollen dem Ehepaar weitere rund 584.000 Euro eingebracht haben. Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, diese Vermögenswerte einzuziehen.

Der Fall war im November 2025 aufgeflogen, nachdem einem Bankmitarbeiter ungewöhnliche Bareinzahlungen aufgefallen waren. Dieser informierte die Stadt, woraufhin die Ermittlungen ins Rollen kamen. Kurz darauf wurden der damals 40-jährige Bauhofmitarbeiter und seine 38-jährige Ehefrau festgenommen. Beide befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Der Prozess sorgt bereits vor dem Auftakt für großes öffentliches Interesse. Zahlreiche Medienvertreter und Zuschauer werden im Gerichtssaal erwartet. Das Landgericht hat deshalb angekündigt, den Zugang streng zu begrenzen.

Insgesamt sind zunächst drei Verhandlungstage angesetzt. Neben den Angeklagten sollen auch zwölf Zeugen gehört werden. Im Falle einer Verurteilung drohen beiden mehrjährige Haftstrafen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

AD

Geschrieben von: Leon Dauter

Rate it
AD
AD
AD
AD