Den ersten „Matchball“ auf den vorzeitigen Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern hat der FC Memmingen vergeben, weil es zuletzt gegen den SV Wacker Burghausen (0:1) nicht geklappt hat. Die nächste Chance zuhause alles klarzumachen, ergibt sich bereits am Dienstagabend (19 Uhr) mit der Nachholbegegnung gegen den TSV Schwaben Augsburg. Hier gilt es in der zweiten „englischen Woche“ in Folge möglichst alle Kräfte zu mobilisieren. Aber die Begegnung gegen Burghausen hatte personelle Folgen.
Fotos (C) Hannah Brenner, Siegfried Rebhan, Olaf Schulze
Die Lage: An der Tabellenspitze ist die Meisterschaftsentscheidung noch nicht gefallen, aber es steht fest, dass die Würzburger Kickers in die Aufstiegsspiele zur 3. Liga gehen werden. Neben dem 1. FC Nürnberg II verzichtet auch die SpVgg Unterhaching auf einen möglichen Aufstieg. Andere Bewerber gibt es nicht. Im Tabellenkeller ist der Abstieg von Schlusslicht SpVgg Hankofen-Hailing so gut wie besiegelt. Viktoria Aschaffenburg, der FC Augsburg II, der TSV Schwaben Augsburg und die SpVgg Greuther II machen vermutlich unter sich noch einen weiteren Direktabsteiger, die beiden Abstiegs-Relegationsplätze und ein Team aus, das den direkten Klassenerhalt schafft. Der FC Memmingen ist mit einem Sieg aus den restlichen vier Begegnungen endgültig gesichert.
Der Gegner: Der TSV Schwaben Augsburg kämpft verbissen um den Klassenerhalt, musste zuletzt zwei Rückschläge hinnehmen. Gegen die SpVgg Ansbach wurde mit 1:3 verloren. Im Keller und Stadtduell gab es in der großen WWK-Arena vor 2.000 Zuschauern eine 1:2 Niederlage gegen den FC Augsburg II. Damit musste der erste Nicht-Abstiegsplatz wieder der SpVgg Greuther Fürth II überlassen werden. Dass es für die „Schwabenritter“ insbesondere in der Vorrunde nicht gut lief, lag auch an vielen verletzungsbedingten Ausfällen. So ist unter anderem der Kapitän und ehemalige-Memminger Marco Greisel wieder zurückgekehrt und gibt der Mannschaft mehr Stabilität. Spielertrainer Matthias Ostrzolek will sich im Sommer im Sommer mit dem Klassenerhalt verabschieden. Der Ex-FCA-Profi wird dann neuer Cheftrainer beim SV Wacker Burghausen. Abseits des Sportplatzes haben die Schwaben unfreiwillig mit der Reserve des FC Augsburg in dieser Saison auch für Schlagzeilen gesorgt. Das marode Flutlicht im altehrwürdigen städtischen Rosenau-Stadion ist für Regionalliga-Verhältnisse zu dunkel. Beide Vereine bekamen vom Bayerischen Fußball-Verband zunächst Strafen in Höhe von 30.000 Euro aufgebrummt, die jetzt auf je 11.000 Euro abgemildert wurden. Zumindest für die Zukunft zeichnet sich eine Lösung ab, nachdem es erst einmal danach aussah, dass die alten Flutlichtmasten gar nicht oder nur für einen Millionenbetrag saniert werden könnten.
Das Hinspiel: Nach einem Rückstand siegte der FCM durch Tore von David Günes, Nico Nollenberger und Fabian Kroh im Rosenau-Stadion mit 3:1.
Das FCM-Personal: Die Verletztenliste wächst im Endspurt an. Pascal Maier musste nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler gegen Burghausen mit einer Platzwunde und einem dick geschwollenen Auge ausgewechselt werden. Maximilian Dolinski bekam muskuläre Probleme. Marcello Barbera hat sich in der Nachspielzeit das Knie verdreht. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Auf der Ausfallliste stehen weiter Luis Vetter und David Mihajlovic. Rufus Roth hofft, dass es gegen Schwaben Augsburg wieder geht.
Spielerwahl: Der FC Memmingen ruft die Allgäuer Fußballfans wieder dazu auf, den „Spieler der Saison“ aus seinen Reihen zu wählen. Auf der Vereinshomepage unter www.fc-memmingen.de kann bis zum 4. Mai abgestimmt werden. Der FCM-Publikumsliebling wird dann im letzten Heimspiel geehrt. Im vergangenen Jahr machte Kapitän Lukas Rietzler das Rennen.
Das Restprogramm: Nächsten Samstag (2. Mai) spielt der FC Memmingen bei der SpVgg Unterhaching, die gerade ihren Aufstiegsverzicht für die 3. Liga erklärt hat. Zuhause geht es noch die DJK Vilzing (8. Mai) und zum Abschluss zum FC Augsburg II (16. Mai).