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Die Gemeinde Lauben hält am geplanten Abriss des ehemaligen Gasthauses „Löwen“ fest und weist Kritik von Denkmalverbänden zurück. Grundlage sei eine mehrjährige Untersuchung, die gezeigt habe, dass eine Sanierung des Gebäudes wegen baulicher Mängel und hoher Kosten nicht sinnvoll sei. Stattdessen favorisiert die Gemeinde einen Ersatzneubau, der auch wirtschaftliche Vorteile biete und von Förderstellen unterstützt werde. Die Entscheidungen seien über Jahre hinweg öffentlich kommuniziert worden. Das Landesamt für Denkmalpflege sieht zudem keine Denkmaleigenschaft des Gebäudes.

Die Gemeinde Lauben hat sich in einer ausführlichen Stellungnahme zu den öffentlichen Äußerungen des Denkmalnetz Bayern sowie des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege zum geplanten Abriss des ehemaligen Gasthauses „Löwen“ geäußert. Dabei weist die Gemeinde die Kritik an der Entscheidung deutlich zurück und betont die lange und umfassende Entscheidungsgrundlage.
Nach Angaben der Gemeinde sei die Entwicklung des Areals seit über zehn Jahren Gegenstand von Untersuchungen und Planungen. Eine gemeinsam mit einem Architekturbüro erstellte Machbarkeitsstudie aus den Jahren 2022 und 2023 habe ergeben, dass eine Sanierung des Bestandsgebäudes aufgrund baulicher Mängel wie unzureichender Statik, Brandschutzdefiziten und niedriger Deckenhöhen nicht wirtschaftlich sei. Ein Ersatzneubau sei demnach die sinnvollere Lösung.
Auch wirtschaftlich sieht die Gemeinde Vorteile: Die Kostenberechnungen hätten einen deutlichen Vorteil für den Neubau ergeben. Zudem seien Förderstellen der Regierung von Schwaben in die Entscheidungsfindung eingebunden gewesen und hätten den Neubau als geeignete Variante bewertet.
Kritik, wonach Steuergelder verschwendet würden, weist die Gemeinde zurück. Bereits die vorangegangenen Untersuchungen hätten erhebliche Kosten verursacht, zudem seien auch Fördermittel Teil öffentlicher Finanzierung.
Die Gemeinde betont außerdem, dass die Entscheidungen transparent kommuniziert worden seien – unter anderem in Bürgerversammlungen, Gemeindepublikationen und öffentlichen Sitzungen. Der Abriss sei kein kurzfristig gefasster Beschluss, sondern die konsequente Umsetzung langjähriger Planungen.
Gleichzeitig stellt die Gemeinde klar, dass die Aufwertung des zentral gelegenen „Birkenmoos“ als Dorftreffpunkt Priorität habe. Die weitere Entwicklung des „Löwen“-Areals werde daher zeitlich nachgeordnet behandelt.
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte zuvor festgestellt, dass für das Gebäude keine Denkmaleigenschaft im Sinne des Denkmalschutzgesetzes bestehe.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
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