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Wie können Städte lebenswerter, nachhaltiger und effizienter werden – und wie kann Digitalisierung den Menschen konkret helfen? Genau darum ging es bei der Regionalkonferenz „Smart Data, Smart City?“ in Kempten. Rund 110 Teilnehmer aus Kommunen, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft kamen Ende März im Kornhaus zusammen, um über praxisnahe Lösungen für die Stadtentwicklung von morgen zu diskutieren. Dabei wurde schnell klar: Smart City bedeutet nicht Technik um ihrer selbst willen, sondern konkrete Verbesserungen für die Lebensqualität.

Zum Auftakt machten Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Renate Mitterhuber vom Bundesbauministerium deutlich, worauf es ankommt: Digitale Lösungen müssen für Bürgerinnen und Bürger sichtbar und erlebbar sein – und im besten Fall auch von anderen Städten übernommen werden können.
„Erfolg ist, wenn andere es nachmachen“, lautete eine der zentralen Botschaften.
Im Fokus der Konferenz stand außerdem der Umgang mit Daten. Statt immer mehr Informationen zu sammeln, gehe es darum, vorhandene Daten sinnvoll zu nutzen und verständlich aufzubereiten.
Sie bilden die Grundlage für wichtige Entscheidungen – zum Beispiel in der:
In einer Podiumsdiskussion wurde deutlich: Viele funktionierende Projekte gibt es bereits. Die Herausforderung sei nun, diese in die Breite zu bringen.
Gefragt sind vor allem:
Als Hürden wurden unter anderem begrenzte Ressourcen und komplexe Strukturen genannt.
Am Nachmittag ging es in Workshops konkreter zur Sache – etwa zu Themen wie Künstliche Intelligenz im Stadtgrün, digitale Stadtplanung oder digitale Zwillinge.
Ein „Markt der Möglichkeiten“ zeigte zudem Projekte aus der Region und darüber hinaus.
Die Konferenz sendet ein klares Signal aus dem Allgäu: Die Stadt der Zukunft entsteht durch Zusammenarbeit, Vernetzung und Mut zu neuen Ideen.
Das große Interesse und der Austausch im Anschluss unterstreichen: Kempten positioniert sich als aktiver Teil einer modernen, vernetzten Kommunallandschaft.
Zum Abschluss gab Moderatorin Gesa Zötler den Teilnehmern ein Zitat mit auf den Weg:
„Die Zukunft kommt eh. Die gute Zukunft braucht die Tatkraft.“
Das Bundesprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ unterstützt Kommunen bei der digitalen und nachhaltigen Stadtentwicklung.
Kempten ist eines von 73 geförderten Projekten. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 17,5 Millionen Euro, die Laufzeit beträgt sechs Jahre.
Weitere Projekte reichen von Wildbienenmonitoring über Smart Waste bis hin zur urbanen Datenplattform.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Kempten regionalkonferenz smartcities