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Aktuelles

Kriminalitätsbericht 2025: Ostallgäu bleibt sicher – Callcenterbetrug steigt

today2. April 2026

Hintergrund
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Mit dem Ziel, die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage zu beleuchten, hat das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen dem Landratsamt Ostallgäu und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West stattgefunden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sicherheitsgesprächs © pp sws

An dem Gespräch im Landratsamt in Marktoberdorf nahmen neben den beiden Behördenleiterinnen Landrätin Maria Rita Zinnecker und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner auch die Leiter der Polizeiinspektionen aus Buchloe, Füssen, Kaufbeuren, Marktoberdorf und der Grenzpolizeiinspektion Pfronten sowie der Kriminalpolizei aus Kempten und Kaufbeuren teil. Seitens des Landratsamtes Ostallgäu waren die zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleitungen der Kommunalverwaltung am Erfahrungsaustausch beteiligt. Zudem vertreten war auch der Leiter der örtlich zuständigen Bundespolizeiinspektion aus Kempten.

Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner stellte anhand der Polizeilichen Kriminalstatistik die Sicherheitslage für den Landkreis Ostallgäu vor. Im direkten Vorjahresvergleich ist die Anzahl aller registrierten (bereinigten) Straftaten von 3.557 um 6,3 % auf 3.332 gesunken und damit merklich rückläufig.

Insbesondere im Bereich der Gewalt- und Straßenkriminalität sowie bei Diebstahlsdelikten ist ein Rückgang der Fallzahlen deutlich erkennbar. Wenig überraschend sind außerdem die Zahlen im Bereich der Rauschgiftdelikte, die durch den Wegfall allgemeiner Verstöße mit Cannabis im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken sind – das Gesetz wurde zum 01.04.2024 eingeführt.

Demgegenüber stiegen erstmals seit 2022 die Zahlen im Bereich des Callcenterbetrugs von 127 erfassten Delikten im Jahr 2024 auf 248 in 2025. Insgesamt erzielten die Täterinnen und Täter hierdurch im Landkreis Ostallgäu einen Beuteschaden von mehr als einer Million Euro. Der überwiegende Teil der Taten ist dabei auf die Maschen „Falscher Amtsträger“ und „Schockanruf“ zurückzuführen. Für die Betrüger lohnt sich trotz der geringen Erfolgsquote von unter 5 % jeder erfolgreiche Fall. Die durchschnittliche Schadenssumme liegt bei mehr als 40.000 Euro.

Durch den Rückgang der Fallzahlen für alle Deliktsbereiche sank auch die (bereinigte) Häufigkeitszahl um 3,5 % von 2.431 im Jahr 2024 auf 2.346 im Jahr 2025. In der Kriminologie wird die Häufigkeitszahl als vergleichbares Maß für die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner verwendet. Sie drückt die durch die Kriminalität verursachte Gefährdung aus. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, sinkt demnach. Bayern als sicherstes Bundesland im Bundesgebiet, weist im statistischen Vergleich eine Häufigkeitszahl von 4.094 auf. Hinsichtlich der Aussagekraft der Häufigkeitszahl ist festzustellen, dass nur das sogenannte „Hellfeld“ der Straftaten als Berechnungsgrundlage dient, also alle Delikte, von denen die Polizei tatsächlich Kenntnis erlangt.

Die (bereinigte) Aufklärungsquote für den Landkreis Ostallgäu korrigierte sich im Jahr 2025 um 2 % auf 71,5 % leicht nach unten. Dieser Wert liegt allerdings über der hohen Aufklärungsquote des Präsidialbereichs Schwaben Süd/West mit 70,8 % und der gesamtbayerischen Aufklärungsquote von 66,0 %. Für die Praxis bedeutet dies, dass im Landkreis Ostallgäu mehr als zwei von drei Straftaten aufgeklärt werden.

„Es ist erfreulich, dass sich die Gesamtsicherheitslage für den Landkreis Ostallgäu erneut verbessert hat. Im Ostallgäu leben Sie in einer der sichersten Regionen Bayerns! Gleichzeitig nehmen wir die deutliche Zunahme des Callcenterbetrugs sehr ernst und versuchen durch Aufklärung und Beratung weitere Straftaten zu verhindern. Präventionstheater, Tischaufsteller, die polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit und weitere Präventionsmaßnahmen sollen auch 2026 potenzielle Opfer sensibilisieren.“, so Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte die Polizei die Verkehrsunfallstatistik im Landkreis Ostallgäu für das Jahr 2025 vor. Die Verkehrsunfallzahlen stiegen im direkten Jahresvergleich marginal um zehn Fälle auf insgesamt 3.983 Verkehrsunfälle an. Ein Anstieg ist auch in der Entwicklung bei den Opfern von Verkehrsunfällen zu verzeichnen. Während im Vorjahr insgesamt 758 Personen verletzt wurden, waren es im Jahr 2025 bereits 838 Geschädigte. Im Jahr 2024 waren zehn Verkehrsunfalltote zu beklagen, im Jahr 2025 waren es elf Menschen. Entgegen diesem Trend fiel jedoch erfreulicherweise die Anzahl an schwerverletzten Personen von 156 auf 138, was einen Rückgang von 11,5 % entspricht.

Hauptunfallursachen waren neben nicht angepasster Geschwindigkeit die Missachtung des Sicherheitsabstands sowie Vorfahrtsverletzungen. Dahingegen war ein deutlicher Rückgang um 24,9 % bei Verstößen gegen das Rechtsfahrgebot zu verzeichnen.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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