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Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit den Finanzprofis Allgäu.
Wer haftet bei einem Einbruch, wenn man seine Wertsachen zu Hause hat oder die Wohnung in irgendeiner Form zerstört wird? Dann hilft möglicherweise die Hausratversicherung. Es gibt aber auch ganz besondere Fälle. Wir haben mit Nikolai Ade und Michael Köcheler darüber gesprochen. Sie sind als Versicherungsmakler unter dem Namen „Finanzprofis Allgäu“ im Allgäu tätig. Hier gibt es das Gespräch aus der Sendung zum Nachlesen.

Wir steigen ein mit einer Schlagzeile, an die sich sicher viele noch erinnern: der Einbruch in eine Bank in Gelsenkirchen, bei dem die Täter über eine Kernbohrung in die Bank gelangt sind und etwa 3000 Schließfächer geplündert haben. Der Inhalt war schlicht und ergreifend weg. Aber wer haftet jetzt in so einem Fall?
Die Haftung liegt natürlich auf Seiten der Sparkasse beziehungsweise der Bank. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Schließfächer nur bis zu einer gewissen Summe, nämlich 10.300 Euro, versichert sind. Und um sein Geld erstattet zu bekommen, sind natürlich auch Nachweise erforderlich. Und das ist eigentlich das größte Problem in Sachen Schließfachversicherung.
Also sprich, wenn ich da jetzt 50.000 Euro in Gold drin liegen habe, habe ich Pech gehabt.
Grundsätzlich jein. Also es kann sein, dass man über die Hausratversicherung dort einen Schutz hat. Gute Verträge haben gewisse Summen noch mitversichert. Das heißt, es könnte sein, dass man den Rest von der Hausratversicherung erstattet bekommt. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, ist es schwierig, aber wir empfehlen grundsätzlich, dass man ein Foto von den Sachen macht, die man im Schließfach hat, damit man einen Nachweis hat. Eventuell kann man auch eine Liste führen und diese in der Cloud oder anderswo abspeichern.
Wenn wir schon gerade bei dem Stichwort Hausratversicherung sind: Auf was achte ich denn, wenn ich so eine Versicherung abschließe?
Natürlich auf gute Versicherungsbedingungen und darauf, dass die jeweiligen Versicherungsleistungen auf den individuellen persönlichen Schutz abgestimmt sind. Das geht im Endeffekt schon bei der Wohnfläche los. Es geht weiter mit dem Thema Fahrraddiebstahl, gerade jetzt, wo der Frühling kommt. Da ist es wichtig zu schauen: Welche Punkte möchte ich als Mensch versichert haben? Dementsprechend sollte ich meinen Schutz aufbauen.
Zum Stichwort Fahrrad: da muss ich separat darauf achten, dass das in der Hausratversicherung auch mit drin ist, richtig?
Da sind wir auch wieder bei guten Bedingungen. Die haben das meistens heute bis 5.000 Euro pauschal pro Fahrrad mitversichert. Wichtig ist aber zu sagen, dass man das Fahrrad auch ordentlich absperren muss, wenn man zum Beispiel am Bahnhof oder irgendwo unterwegs ist. Außerdem sollte es ein fachgerechtes Schloss sein. Dann ist der Diebstahl auch über die Hausratversicherung abgedeckt.
Würde es also Sinn machen, wenn man eine Hausratversicherung abschließt, dass man sich vorher einfach mal mit seinem Profi zusammensetzt und wirklich die Details durchgeht? Damit man weiß, was ist drin, macht es für mich Sinn und welche Bedingungen muss ich beachten, damit mir eben nicht das passiert und ich zu denen gehöre, die sagen: „Die Versicherung zahlt sowieso nicht.“
Korrekt. Wir empfehlen als Versicherungsmakler, sich mit dem jeweiligen Ansprechpartner zusammenzusetzen und eine Bestandsaufnahme zu machen: Was ist mir wichtig? Was brauche ich? Was möchte ich wie versichert haben? Um dann gemeinsam nach einer passenden Lösung zu schauen.
Wenn wir jetzt gerade beim Thema Hausratversicherung sind: Was ist aus eurer Sicht, kurz gesagt, die größte Falle oder die auffälligste Red Flag, um im heutigen Jargon zu bleiben, auf die ich bei einer Hausratversicherung achten muss?
Oft ist es so, dass es relativ alte Bedingungswerke sind, bei denen der Vertrag nie angepasst worden ist. Häufig kann man den Vertrag aber einfach auf einen neuen Tarif umstellen, ohne die Versicherung zu wechseln. Dann hat man automatisch bessere Leistungen mit drin. Das ist sozusagen, denke ich, die größte Red Flag: dass man merkt, okay, das sind einfach uralte Tarife, die man ganz leicht auf einen neuen Stand bringen kann.
Um noch einmal auf das Beispiel vom Anfang zurückzukommen: Wenn ich jetzt sage, ich möchte meine Wertsachen zu Hause lagern – hilft mir da die Hausratversicherung?
Auch hier kann die Hausratversicherung helfen. Wichtig ist zu beachten, dass gewisse Sicherheitsvorschriften eingehalten werden müssen. Das heißt, ich brauche vielleicht einen Wertschutzschrank oder erhöhte Sicherungsmaßnahmen, damit ich nicht so leicht Opfer eines Einbruchs werde.
Wieder was dazugelernt. Wenn ihr es genau wissen wollt, könnt ihr die beiden selbst nach allen Einzelheiten fragen. Weitere Informationen gibt es auch unter finanzprofis-allgaeu.de.
Geschrieben von: Redaktion
Allgäu Hausratsversicherung versicherungen