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Rathaus

Starkes Zeichen für die Artenvielfalt im Oberallgäu

today19. März 2026

Hintergrund
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214 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften 12.400 Hektar naturschutzgerecht – zahlreiche Neuabschlüsse und Verlängerungen im Vertragsnaturschutzprogramm

Name der Fotografin: Marina Gabler

Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) ist seit vielen Jahren ein zentrales Instrument für den kooperativen Naturschutz in Bayern. Gerade im Landkreis Oberallgäu mit seiner vielfältigen Kulturlandschaft leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zum Erhalt artenreicher Wiesen, Weiden und Alpen. Viele dieser Lebensräume sind erst durch eine angepasste, extensive Bewirtschaftung entstanden.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und der Unteren Naturschutzbehörde. Über viele Jahre hinweg sind so Strukturen entstanden, die eine fachlich fundierte Beratung und eine praxisnahe Umsetzung der Maßnahmen ermöglichen.

„Naturschutz in unserer Kulturlandschaft funktioniert nur, wenn Landwirtschaft und Naturschutz zusammenarbeiten“, betont Landrätin Indra Baier-Müller. „Die bestehenden Strukturen und die fachliche Betreuung vor Ort sind daher ein wichtiger Baustein für den langfristigen Erfolg des Vertragsnaturschutzprogramms.“

Auch in der vergangenen Antragsphase haben sich zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte im Oberallgäu für den Erhalt der Artenvielfalt engagiert. Insgesamt konnten – trotz befürchteter Mittelknappheit – 76 neue Betriebe gewonnen werden. Weitere 138 Betriebe verlängerten ihre bestehenden Verträge.

Durch die neu abgeschlossenen Vereinbarungen werden rund 1.320 Hektar zusätzliche Fläche naturschutzgerecht bewirtschaftet. Dazu zählen unter anderem extensive Weideflächen, artenreiche Bergwiesen und nasse Streuwiesen mit seltenen Pflanzenarten. Insgesamt umfasst das Programm im Oberallgäu derzeit rund 12.400 Hektar. Damit beteiligt sich fast die Hälfte aller landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis.

Das Vertragsnaturschutzprogramm basiert auf Freiwilligkeit: Die teilnehmenden Betriebe verpflichten sich für fünf Jahre zu abgestimmten Maßnahmen. Für den Mehraufwand und mögliche Ertragseinbußen erhalten sie einen finanziellen Ausgleich. Unterstützt wird das Programm unter anderem durch den Naturpark Nagelfluhkette und den Landschaftspflegeverband.

„Unser besonderer Dank gilt dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie allen teilnehmenden Betrieben“, so Landrätin Baier-Müller. „Durch ihr Engagement leisten sie einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt unserer artenreichen Wiesen, Weiden und Alpen – und sichern damit die einzigartige Kulturlandschaft des Oberallgäus.“

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Geschrieben von: Leon Dauter

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