Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Polizeiinspektion Memmingen sind mehrere Fälle betrügerischer Hausmeisternotdienste bekannt geworden.

Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

Ein 23-jähriger Deutscher benötigte am 19.12.2025 dringend einen Heizungsnotdienst und kontaktierte hierfür eine angebliche Servicehotline für Handwerkerdienste. Noch am selben Tag erschien ein vermeintlicher Handwerker bei ihm zu Hause, überprüfte die Heizungsanlage und gab an, dass mehrere Ersatzteile bestellt werden müssten. Ein Einbau sei am Folgetag möglich, jedoch müsse der Geschädigte in Vorkasse gehen. Dieser Forderung kam der 23-Jährige nach.
Am nächsten Tag erschien der Handwerker jedoch nicht. Auch weitere Kontaktversuche über die angegebene Zentrale blieben erfolglos. Aufgrund der weiterhin bestehenden Notsituation wandte sich der Geschädigte an eine ortsansässige Fachfirma. Diese stellte bei der Begutachtung der Heizungsanlage fest, dass kein Defekt vorlag, sondern lediglich eine Reinigung erforderlich gewesen wäre. Durch den Betrug entstand ein Vermögensschaden von 500 Euro.
Der bislang unbekannte Täter wird als etwa 25 Jahre alt, schlank, mit westeuropäischem Erscheinungsbild und schwarzen Haaren beschrieben. Er sprach hochdeutsch, trug dunkle Arbeitskleidung und führte einen Werkzeugkoffer mit sich.
Die Polizeiinspektion Memmingen bittet eindringlich um Vorsicht bei der Beauftragung von Notdiensten außerhalb des eigenen Wohngebiets und empfiehlt, ausschließlich auf Notdienste bekannter, regionaler Unternehmen zurückzugreifen. Bei verdächtigen Vorfällen sollten Sie umgehend die Polizei unter 08331 100-0 oder den Polizeinotruf 110 informieren und niemals Vorkasse leisten.
Geschrieben von: Silas Feil
Bad Grönenbach Polizei Telefonbetrug Unterallgäu Zeugenaufruf