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Am Dienstagabend, 25.02.2026, gegen 19:00 Uhr, erhielt eine 86-jährige Frau einen sogenannten Schockanruf von einem falschen Polizeibeamten.

Der bislang unbekannte Täter schilderte am Telefon, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine angeblich drohende Haft abzuwenden, müsse eine Kaution in Höhe von 85.000 Euro bezahlt werden.
Die Seniorin gab an, lediglich einen niedrigen fünfstelligen Bargeldbetrag im Haus zu haben. Zudem erkundigte sich der Anrufer nach vorhandenem Goldschmuck. In der Folge wurde eine Geldübergabe im Bereich ihres Wohnanwesens am Gerberplatz vereinbart.
Die 86-Jährige machte sich bereits mit dem Bargeld sowie ihrem Goldschmuck auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt, als ihr zufällig ihre Pflegerin begegnete. Diese erkannte den Betrugsversuch sofort und verständigte umgehend die Polizei. So konnte ein finanzieller Schaden verhindert werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen könnten sich mögliche Geldabholer bereits im Bereich des Gerberplatzes aufgehalten haben. Eine männliche Person wurde als barttragend beschrieben. Zudem soll sie eine Jacke mit der Aufschrift „Polizei“ auf dem Ärmel getragen haben.
Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Echte Polizeibeamte fordern niemals Bargeld oder Wertgegenstände am Telefon. Betroffene sollten in solchen Fällen umgehend Angehörige oder andere Vertrauenspersonen hinzuziehen und die Polizei informieren.
Zeugen, die am Mittwochabend verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Gerberplatzes beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Memmingen unter der Telefonnummer 08331 100-0 zu melden.
Geschrieben von: Silas Feil
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