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Rathaus

Stracke und Wachler besuchen THW in Kempten: Fokus auf Notstrom und Wassersicherheit

today26. Februar 2026

Hintergrund
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Der großflächige Stromausfall im Winter in Berlin hat die Verletzlichkeit selbst moderner Infrastrukturen deutlich vor Augen geführt. Vor diesem Hintergrund hat sich der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Peter Wachler (beide CSU) beim THW Kaufbeuren über die Krisenfestigkeit der Stadt und der Region informiert.

Stephan Stracke und Peter Wachler (Mitte) im Gespräch mit Benjamin Scharpf (rechts), Andreas Bertele und Thomas Ebert (1. u. 2. v. l.) vom THW Kaufbeuren über die Stärkung der Krisenvorsorge und den Schutz kritischer Infrastruktur. Bildquelle: Abgeordnetenbüro / Andrea Friebel

Im Mittelpunkt des Austauschs mit dem Ortsbeauftragtem Benjamin Scharpf sowie den THW-Mitgliedern Andreas Bertele und Thomas Ebert stand die Sicherstellung der kritischen Infrastruktur. „Besonders im Ernstfall muss gewährleistet sein, dass zentrale Einrichtungen wie das Klinikum Kaufbeuren, das Bezirkskrankenhaus sowie Pflege- und Altenheime handlungsfähig bleiben“, betonten Stracke und Wachler.

Das Klinikum Kaufbeuren verfügt über eine eigene Notstromversorgung, sodass zentrale medizinische Bereiche auch bei einem flächendeckenden Stromausfall weiterbetrieben werden können. Im Austausch mit dem THW wurde zugleich deutlich, dass der Schutz kritischer Infrastruktur breiter gedacht werden müsse: Neben Krankenhäusern stehen insbesondere Pflege- und Altenheime im Fokus, die im Krisenfall auf eine verlässliche Energieversorgung angewiesen sind. Notstromaggregate seien dabei ein zentraler Baustein, reichten für sich genommen jedoch nicht aus. Entscheidend seien, so die Vertreter des THW übereinstimmend, eine entsprechende technische Vorrüstung vor Ort, belastbare Einsatzkonzepte und klar definierte Abläufe, damit Hilfe im Ernstfall schnell und zielgerichtet geleistet werden könne. Vor diesem Hintergrund begrüße man, so Scharpf, dass Bund und Freistaat zusätzliche Notstromaggregate gemeinsam finanzieren und über THW und Feuerwehr bereitstellen. Damit werde die Handlungsfähigkeit im Ernstfall spürbar gestärkt, insbesondere zum Schutz von Pflegeeinrichtungen und anderen sensiblen Einrichtungen. „Bevölkerungsschutz braucht klare Zuständigkeiten und eine verlässliche Finanzierung. Gut, dass Bund und Land hier geschlossen handeln und Verantwortung übernehmen“, erklärten Stracke und Wachler.

Ein weiteres zentrales Thema war die Frischwasserversorgung der Bevölkerung. Nach Darstellung der THW-Vertreter sei das Ziel klar definiert: Die Versorgung über das reguläre Netz solle möglichst für mindestens 72 Stunden aufrechterhalten werden. Für den Fall länger andauernder Ausfälle seien ergänzend Wasserabgabestellen im Stadtgebiet vorgesehen. Das Wasserwerk Kaufbeuren nehme hierbei eine Schlüsselrolle ein und beteilige sich bereits an einem bayernweiten Pilotprojekt zur Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetzes. Ziel dieses Pilotvorhabens sei es, bestehende Strukturen systematisch zu überprüfen, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu beheben.

Insgesamt sei die Stadt Kaufbeuren in wesentlichen Bereichen der Krisenvorsorge gut aufgestellt – getragen vom Engagement der Stadt, zentraler Einrichtungen und der Einsatzkräfte. Zugleich machten die THWler aber auch deutlich, dass staatliche Vorsorge allein nicht ausreiche. Die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger bleibe ein unverzichtbarer Bestandteil eines funktionierenden Bevölkerungsschutzes.

„Ein wirksamer Bevölkerungsschutz braucht starke Strukturen vor Ort, eine verlässliche Finanzierung durch Bund und Land und Bürgerinnen und Bürger, die selbst Verantwortung übernehmen“, erklärten Stracke und Wachler. „Wer privat vorsorgt, hilft nicht nur sich selbst, sondern entlastet im Ernstfall auch die Einsatzkräfte.“

Scharpf wies in diesem Zusammenhang auch nachdrücklich auf den Leitfaden zur persönlichen Krisenvorsorge hin. Über alles Wissenswerte informiert die Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, abrufbar unter https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html

Abschließend dankten Stracke und Wachler dem THW Kaufbeuren für den offenen Austausch und den täglichen, hochprofessionellen Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung. „Krisenvorsorge ist kein Randthema, sondern Kern staatlicher Verantwortung. Wir investieren gezielt in den Schutz kritischer Infrastruktur, stärken unsere Einsatzkräfte und sorgen dafür, dass Bund und Land ihrer Verantwortung gerecht werden. Aber ein starker Bevölkerungsschutz entsteht auch im Zusammenspiel von Staat und Gesellschaft. Diesen Anspruch verfolgen wir konsequent weiter“, erklärten die beiden Abgeordneten.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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