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Rund 100 Entscheiderinnen und Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind der Einladung des Wirtschaftsbeirats Ostallgäu zum Dialogempfang 2026 in den Räumen der DMG Mori Pfronten GmbH gefolgt. Im Fokus stand das Zukunftsthema „Mobilität“ – mit besonderem Blick auf die Herausforderungen und Chancen im ländlich geprägten Landkreis Ostallgäu.

Neben einem Impulsvortrag zum Thema „Mobilität beginnt im Kopf und nicht in der Großstadt“ arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf moderierten Arbeitsgruppen an konkreten Lösungsansätzen: von autonomer Mobilität über Smart-City-Projekte bis hin zu Freizeitverkehr und der Frage, was jede und jeder Einzelne im Alltag beitragen kann.
Landrätin und Vorsitzende des Wirtschaftsbeirats Maria Rita Zinnecker betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung passgenauer Mobilitätslösungen für die Region und dankte den drei Geschäftsführern der DMG Mori Pfronten GmbH, Cornelius Nöß, Reinhard Musch und Florian Lau, für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, den Dialogempfang in den Räumlichkeiten des Unternehmens durchzuführen. „Mobilität ist für das Ostallgäu eine zentrale Zukunftsfrage – für unsere Unternehmen ebenso wie für die Menschen, die hier leben und arbeiten. Der Dialogempfang hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß die Bereitschaft ist, Mobilität neu zu denken und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die zu unserer Region passen.“ Die Sprecherin des Wirtschaftsbeirats, Ingrid Bußjäger-Martin (AGCO/Fendt), hob die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kommunen hervor. „Wir brauchen im Ostallgäu keine Kopie urbaner Mobilitätskonzepte. Wir brauchen Lösungen, die zu unseren Wegen, unseren Betrieben, unseren Dörfern und Städten passen. Besonders positiv war, wie konkret viele Ideen schon waren – von vernetzten Angeboten bis hin zu neuem betrieblichen Mobilitätsmanagement.“ Ihr Sprecherkollege Josef Ambros (Anton Ambros GmbH) betonte den direkten Nutzen für die Unternehmen. „Mobilität ist längst ein Wettbewerbsfaktor. Die heutigen Diskussionen haben gezeigt, dass Wirtschaft, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger das gleiche Ziel haben: eine verlässliche, bezahlbare und nachhaltige Mobilität im Ostallgäu. Jetzt geht es darum, die vielen guten Ansätze in konkrete Projekte zu überführen.“
Nach einem Überblick zum Status quo der Mobilität im Landkreis durch den Wirtschaftsreferenten des Landkreises Peter Däubler verdeutlichte der Impulsvortrag von Christian Buchholz und Sandra Uhrig, dass moderne Mobilität im ländlichen Raum vor allem mit einem veränderten Mindset beginnt. Unter dem Titel „Mobilität beginnt im Kopf und nicht in der Großstadt“ stellten Buchholz und Uhrig Trends, Denkmuster und Praxisbeispiele vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ländliche
Regionen eigene, passgenaue Antworten auf die Herausforderungen von Klimawandel, Fachkräftemangel und veränderten Erwartungen an Erreichbarkeit und Flexibilität finden können. Anschließend vertieften die Teilnehmenden die Inhalte in fünf Arbeitsgruppen: autonome Mobilität, Smart-City-Best-Practices, konkrete Mobilitätsbedarfe im Ostallgäu, Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen sowie Freizeitverkehr. Unterstützt durch KI-gestützte Visualisierungen wurden zentrale Ergebnisse erarbeitet und im Plenum vorgestellt. In den Workshops wurden unter anderem ein Pilotprojekt mit autonomen Shuttles, der Ausbau flexibler Angebote wie des Flexibusses inklusive grenzüberschreitender Verbindungen sowie ein vielfältiger Mobilitätsmix aus Ruf- und Sammeltaxis, Mitfahr-Apps und freizeitorientierten ÖPNV-Linien diskutiert. Zudem wurden die bewusste Reflexion des eigenen Mobilitätsverhaltens und digitale Informationsangebote mit Park-and-Ride-Lösungen als wichtige Hebel für eine nachhaltigere Mobilität im Ostallgäu hervorgehoben.
Die Anregungen aus dem Dialogempfang fließen in die weitere Arbeit des Wirtschaftsbeirats Ostallgäu und in die Zukunftsvision 2036 ein, die unter anderem das Ziel verfolgt, eines der modernsten Verkehrsnetze im ländlichen Raum zu entwickeln.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu mobilität Ostallgäu wirtschaft