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Aktuelles

Durchfahrtsverbote an der A7 bei Füssen: Erste Bilanz fällt unterschiedlich aus

today23. Februar 2026

Hintergrund
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Seit gut einer Woche ist es für Reisende in Richtung Süden verboten, bei Stau vor dem Füssener Grenztunnel die Autobahn A7 zu verlassen und über Nebenstrecken im südlichen Ostallgäu auszuweichen. Mit den neuen Durchfahrtsverboten sollen vor allem die stark vom Ausweichverkehr betroffenen Gemeinden Nesselwang und Pfronten sowie die Stadt Füssen entlastet werden.

Die entsprechenden Verkehrsschilder wurden am Freitag vor Beginn der Faschingsferien an den Anschlussstellen Oy-Mittelberg, Nesselwang und Füssen aufgestellt. Damit traten die kurz vor Weihnachten vom Landratsamt Ostallgäu erlassenen Durchfahrtsverbote pünktlich zum Start der Hauptreisezeit in Kraft. Landrätin Maria Rita Zinnecker zeigte sich im Vorfeld überzeugt, dass die Maßnahme die Belastung für die Anwohner spürbar senken und die Lebensqualität in den betroffenen Orten verbessern werde.

Ihren ersten Belastungstest hatten die neuen Regelungen am Faschingswochenende zu bestehen. Nach Angaben der Polizei gehörte der Faschingssamstag zu den verkehrsreichsten Tagen des Jahres. Um die neuen Verbote zu überwachen, wurden an den Anschlussstellen Nesselwang und Oy-Mittelberg gezielte Kontrollen durchgeführt. Dabei hielten die Beamten insgesamt rund 150 Fahrzeuge an, etwa die Hälfte davon wurde wieder zurück auf die Autobahn geschickt. Verwarnungen wurden nicht ausgesprochen, möglich wären Verwarnungsgelder von 50 Euro gewesen.

In der Politik fällt die erste Einschätzung überwiegend positiv aus. Nesselwangs Bürgermeister Pirmin Joas sprach von einer spürbaren Entlastung während der verkehrsreichsten Woche des Jahres. Gleichzeitig betonte er, dass man nicht alle Autofahrer vom Ausweichen abhalten könne. Wichtig sei vor allem, die Mehrheit der Reisenden für die neuen Regeln zu sensibilisieren. Eine große Rolle spiele dabei auch die digitale Routenführung durch Navigationsdienste, die Nebenstrecken bei Stau möglichst nicht mehr als Ausweichroute anzeigen sollten.

Auch Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter setzt vor allem auf diese „digitale Sperre“. Nach seiner Einschätzung habe diese gut funktioniert, da die Fahrzeuge größtenteils auf der Autobahn geblieben seien.

Ganz anders fällt jedoch die Wahrnehmung vieler Anwohner aus. Mehrere Betroffene berichten von kaum spürbaren Verbesserungen im Ortsverkehr. Teilweise habe es sich wie normaler Ferienverkehr angefühlt. Kritisiert wird vor allem, dass die Verbotsschilder erst an den Abfahrten stehen und nicht schon auf der Autobahn selbst. Außerdem zweifeln einige Anwohner daran, dass sich alle Verkehrsteilnehmer allein durch Beschilderung an die neuen Regeln halten.

Wie es weitergeht, ist bereits absehbar: Die Polizei will die Situation weiterhin beobachten und auch künftig lageabhängig kontrollieren. Zusätzlich plant die Autobahn GmbH, an der A7 vor den betroffenen Abfahrten größere Hinweistafeln aufzustellen. Diese sollen in den kommenden vier bis sechs Wochen installiert werden und Autofahrer frühzeitig auf die Durchfahrtsverbote aufmerksam machen.

Ob die Maßnahmen langfristig für eine spürbare Entlastung der Orte sorgen, soll in den kommenden Wochen weiter ausgewertet werden.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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