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Aktuelles

Riesen-Pech für Deutschland: Supersprung von Raimund zählt wegen Abbruch nicht

today16. Februar 2026

Hintergrund
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Der Super-Team-Wettbewerb im olympischen Skispringen im italienischen Predazzo entwickelte sich am Montagabend zu einem der dramatischsten Wettbewerbe dieser Spiele. Ein plötzlich einsetzender Schneesturm zwang die Jury schließlich zum Abbruch, sodass die Wertung nach dem zweiten Durchgang festgeschrieben wurde – mit weitreichenden Konsequenzen für mehrere Teams – besonders für Deutschland. Philipp Raimunds Megasprung auf 136 Meter zählte wegen des Abbruchs am Ende nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Deutschen auf Rang 1.

Archivfoto: Olympische Winterspiele / Foto: Pixabay

Am Ende durfte Österreich jubeln: Die Mannschaft sicherte sich die Goldmedaille vor Polen und Norwegen. Während im Auslaufbereich bereits erste Feierlichkeiten begannen, herrschte bei anderen Teams große Enttäuschung, denn die Entscheidung fiel unter außergewöhnlichen Umständen. Besonders bitter verlief der Wettbewerb für das deutsche Team. Die DSV-Adler Philipp Raimund und Andreas Wellinger lagen nach zwei Durchgängen nur hauchdünn hinter den Medaillenrängen – lediglich 0,3 Punkte trennten sie von Bronze. Der starke letzte Sprung von Raimund konnte aufgrund des Abbruchs nicht mehr gewertet werden und blieb damit ohne sportlichen Wert.

Der Schneesturm hatte rund 15 Minuten früher eingesetzt als prognostiziert. Wäre das Wetterfenster etwas länger offen geblieben, hätte der Wettbewerb regulär beendet werden können. Stattdessen musste die Jury aus Sicherheitsgründen eingreifen und die Entscheidung auf Basis des Zwischenstands treffen – eine Maßnahme, die zwar regelkonform war, aber für hitzige Diskussionen sorgte.

Philipp Raimund vom Skiclub Oberstdorf: „Sie hätten weitermachen sollen. Das wäre der spannendste Wettkampf überhaupt geworden. Ich habe gezeigt, dass ich die Schanze geknackt habe. Es ist einfach nur Scheiße. Es sind sehr viele Sachen unglücklich gelaufen. Die hätten doch auch 15 Minuten warten können. Aber die Jury entscheidet.“

Zwischenstand nach dem 2. Durchgang:
1. Österreich, 568,7 Punkte
2. Polen, 547,3 Punkte
3. Norwegen, 538,0 Punkte
4. Deutschland, 537,7 Punkte

Bundestrainer Stefan Horngacher: „Ende gut, gar nix gut. So ist es eben. Aber warum die nicht warten, ich verstehe es nicht. (…) Jetzt brauch ich ein Frust-Bier.“

Großer Jubel herrschte hingegen im polnischen Team. Kacper Tomasiak krönte seine herausragenden Spiele mit seiner dritten Medaille: Nach Silber und Bronze in den Einzelentscheidungen gewann er nun Team-Silber und schrieb damit eine der schönsten Erfolgsgeschichten dieses Winters. Ebenfalls emotional verlief der Wettbewerb für Norwegen. Johann André Forfang sprang gemeinsam mit seinem Team zu Bronze – nur wenige Wochen nachdem sein Vater kurz vor Beginn der Olympischen Spiele verstorben war. Die Medaille wurde für den Norweger zu einem besonders bewegenden Moment.

So bleibt der Super-Team-Wettbewerb als eines der dramatischsten Kapitel dieser Olympischen Spiele in Erinnerung: ein Wettkampf voller großer Leistungen, emotionaler Geschichten – und einer Entscheidung, die letztlich vom Wetter bestimmt wurde.

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Geschrieben von: Redaktion

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