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Aktuelle Zahlen des Robert Koch-Instituts zeigen: Krebs bleibt eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar informiert das Klinikum Kaufbeuren zur wohnortnahen onkologischen Versorgung mit modernster Medizin.

Nach aktuellen Auswertungen des Robert Koch-Instituts (RKI) werden in Deutschland jährlich mehr als eine halbe Million neue Krebserkrankungen diagnostiziert. Fast jeder Zweite erkrankt Zeit seines Lebens an Krebs, Tendenz steigend. Hauptgrund dafür ist der demografische Wandel: Mit der steigenden Lebenserwartung wächst auch die Zahl der Menschen, die ein Alter erreichen, in dem das Krebsrisiko deutlich zunimmt.
Diese Entwicklung stellt das Gesundheitssystem vor große Aufgaben – insbesondere bei der Versorgung komplexer Tumorerkrankungen. Das Klinikum Kaufbeuren sieht sich hierfür gut vorbereitet, vor allem im Bereich der onkologischen und onkologisch-chirurgischen Behandlung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Tumorerkrankungen des Verdauungstrakts, darunter Krebs der Bauchspeicheldrüse, des Magens, der Leber sowie des Dick- und Mastdarms. Diese Erkrankungen erfordern eine präzise Diagnostik, hohe chirurgische Expertise und eine enge Abstimmung verschiedener Fachdisziplinen.
„Wir sind für die kommenden Anforderungen sehr gut aufgestellt“, betont Prof. Dr. med. Stefan Maier, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. „Unsere Strukturen sind klar definiert, die Behandlungsergebnisse überzeugen und wir verfügen über die notwendige personelle wie technische Expertise, um auch komplexe Tumorerkrankungen auf hohem Niveau zu versorgen.“
Onkologische Kompetenz von der Diagnostik bis zur Chirurgie
Im Mittelpunkt steht die umfassende Behandlung von Tumorerkrankungen – von der präzisen Diagnostik über die interdisziplinäre Therapieplanung bis hin zur operativen, medikamentösen und nachsorgenden Behandlung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Onkologie des Verdauungstrakts, etwa bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse, des Magens, der Leber sowie des Dick- und Mastdarms. Diese Eingriffe zählen zu den anspruchsvollsten in der Viszeralchirurgie und erfordern eingespielte Teams und moderne Infrastruktur.
Seit zwei Jahren kommt dabei auch der Operationsroboter „Da Vinci“ zum Einsatz. Die robotisch assistierte Chirurgie ermöglicht eine besonders präzise und gewebeschonende Arbeitsweise und kann in vielen Fällen zu einer schnelleren Erholung beitragen. „Der OP-Roboter ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Instrument zur weiteren Verbesserung der Behandlungsqualität“, so Maier.
Ein zentraler Baustein der onkologischen Versorgung ist die enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen. Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Strahlentherapie beraten alle Patientinnen und Patienten gemeinsam im wöchentlichen Tumorboard. Auf dieser Grundlage wird für jeden Fall ein individuelles, leitliniengerechtes Therapiekonzept entwickelt.
Schnelle Zugangswege für Patientinnen und Patienten
Ein besonderer Fokus liegt auf kurzen Wegen und verlässlichen Strukturen. In der wöchentlichen Tumorsprechstunde, die freitags von Prof. Maier persönlich durchgeführt wird, erhalten Betroffene frühzeitig Orientierung und Beratung. Termine werden in der Regel innerhalb von zwei Wochen vergeben, in dringenden Fällen sogar innerhalb einer Woche.
„Gerade bei einer Tumorerkrankung ist Zeit ein entscheidender Faktor“, erklärt Maier. „Unser Ziel ist es, schnell Klarheit zu schaffen und den Patientinnen und Patienten Sicherheit zu geben.“
Hochleistungsmedizin mit regionaler Nähe
Das Klinikum Kaufbeuren verbindet moderne Hochleistungsmedizin mit überschaubaren Strukturen und persönlicher Betreuung. Kurze Entscheidungswege, feste Ansprechpartner und eine enge Abstimmung zeichnen den Standort aus – bei medizinischer Qualität auf dem Niveau großer Zentren.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Krankenhaus Krebs Versorgung