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Aktuelles

Durchbruch im Mordfall Sonja? Ermittler erhalten nach TV-Sendung zahlreiche Hinweise

today22. Januar 2026

Hintergrund
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Nach der Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY… ungelöst“ gehen bei der Polizei Kempten zahlreiche neue Hinweise zum Mord an der 13-jährigen Sonja Hurler von 1981 ein. DNA-Spuren verbinden den Fall möglicherweise mit dem Mord an der 12-jährigen Marion Baier aus 1973. Ein Silbermedaillon und Zeugenaussagen über Schreie in der Tatnacht könnten den Ermittlern nun entscheidende Hinweise liefern.

Mordfall Sonja Hurler | Parallelen zum Mordfall Marion Baier in Zirndorf/ Foto: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Nach der Ausstrahlung des Mordfalls der 13-jährigen Sonja Hurler aus Kempten bei „Aktenzeichen XY… ungelöst“ schöpfen Polizei und Staatsanwaltschaft neue Hoffnung. Moderator Rudi Cerne richtete sich am Mittwochabend in der ZDF-Sendung eindringlich an die Zuschauer: „Wie viel Leid musste dieses Mädchen ertragen?“ Sonja war im Juli 1981 Opfer eines mutmaßlichen Sexualverbrechens geworden, ihre Leiche wurde drei Monate später bei Heiligkreuz gefunden.

In der Sendung berichteten Kripo-Chef Norbert Bernhard und Oberstaatsanwalt Thomas Hörmann über eine spektakuläre Entwicklung: DNA-Spuren deuten darauf hin, dass der Täter möglicherweise bereits acht Jahre zuvor die 12-jährige Marion Baier aus Zirndorf getötet hatte. Beide Morde ereigneten sich am ersten Juli-Wochenende und jeweils in Verbindung mit einem Fest – in Kempten beim Stadtfest, in Zirndorf beim Fischerfest. Die Verbindung wird durch eine DNA-Spur belegt, die sowohl an Marions Kleidung als auch am Tatort von Sonja nachgewiesen wurde.

Die Sendung rekonstruiert die letzten Stunden von Sonja Hurler: Nach einem Streit zwischen ihrer Mutter und deren Lebensgefährten verließ das Mädchen die Bar, in der es war, um zu seiner Großmutter zu laufen – doch sie kam nie an. Mehrere Anwohner im Stadtteil Thingers hatten in der Tatnacht Schreie gehört und beobachtet, wie Jugendliche ein Mädchen hinter sich herzogen. Möglicherweise wurde Sonja dabei zum Tatort gebracht.

Als möglicher weiterer Hinweis gilt ein Silbermedaillon mit dem Abbild des Hl. Christophorus, das Marion Baier ihrem Angreifer offenbar abnehmen konnte. „Wir gehen davon aus, dass es dem Täter gehört“, erklärte Hörmann.

Nach zuletzt erfolglosen DNA-Reihenuntersuchungen mit rund 250 Männern könnten nun die vielen neuen Hinweise den Durchbruch bringen. Fabian Puchelt vom LKA sprach von „wahnsinnig vielen Hinweisen“, die derzeit ausgewertet werden. Besonders aus dem Schaustellerumfeld seien neue Meldungen eingegangen, unter anderem zu Personen mit früheren Verbindungen nach Kempten und Fürth.

„Finden Sie den Täter“, forderte Cerne zum Abschluss die Ermittler auf – eine Aufgabe, der sich das LKA mit aller Kraft widmen will.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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