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Aktuelles

Blaichach monatelang in Angst: Brandstifter-Prozess gegen Jugendlichen beginnt

today20. Januar 2026

Hintergrund
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Ein 17-Jähriger aus dem Oberallgäu muss sich am Amtsgericht Sonthofen wegen 14 Brandstiftungen verantworten, die er im Alter von 15 Jahren begangen haben soll. Die Serie hatte zwischen Juni und September 2024 Stadel, Holzlager und Mülltonnen in Blaichach in Brand gesetzt und die Bevölkerung in Angst versetzt.

Gericht – Symbolbild/ Foto: pixabay

Ein heute 17-Jähriger aus dem Oberallgäu muss sich am Amtsgericht Sonthofen wegen einer Serie von Brandstiftungen in Blaichach verantworten. Zur Tatzeit war der Jugendliche erst 15 Jahre alt, daher findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das berichtet die Allgäuer Zeitung.

Die 5.800-Einwohner-Gemeinde war zwischen Juni und September 2024 über Monate hinweg von wiederholten Bränden verunsichert: Stadel, Holzlager, Mülltonnen und sogar Autoreifen in Garagen standen in Flammen. Viele Bürger installierten daraufhin Überwachungskameras und Bewegungsmelder. Der Tatverdächtige wurde im November 2024 festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Kempten hatte ursprünglich in 20 Fällen ermittelt, einige wurden später eingestellt. Angeklagt ist der Jugendliche nun wegen 14 Taten, darunter Brandstiftung und versuchte Brandstiftung. Nach einem Gutachten gilt er als schuldfähig, Angaben zur Sache machte er bislang nicht.

Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt, 18 Zeugen sollen aussagen. Dabei wird auch geprüft, welche Schäden entstanden sind und wie schwerwiegend die Gefahren waren.

Jugendlichen drohen bei einer Verurteilung Erziehungsmaßregeln wie Geldauflagen, gemeinnützige Arbeit oder Arrest, in schwereren Fällen auch Jugendhaft. Zusätzlich könnten zivilrechtliche Forderungen, etwa Schadensersatz oder Feuerwehrkosten, auf ihn zukommen. Die Gemeinde Blaichach schätzte die Einsatzkosten zuletzt auf rund 12.000 Euro.

Amtsgerichtsdirektor Nikolaus Lantz betont, dass die Gesamtsituation und die tatsächliche Verantwortung des Jugendlichen sorgfältig geprüft werden müssen, bevor ein Urteil fällt.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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