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Emotionales Finale der Tour-Nights-Tour der Skispring-Damen in Oberstdorf im Allgäu. Den Wettkampf am Donnerstag gewann die Kanadierin Abigail Strate, vor der Chinesin Ping Zeng und der deutschen Skispringerin Selina Freitag. Über beide Events glänzte Nika Prevc aus Slowenien und damit die derzeit beste Skispringerin der Welt. Neben den sportlichen Ergebnissen stand der Abschied der Oberstdorferin Katharina Schmid im Blicktpunkt.

Nicht einfache Verhältnisse hatten den Wettbewerb im ersten Durchgang bereits ordentlich durcheinandergewirbelt. Ärgerlich für Nika Prevc, der dadurch vielleicht am Ende der Sieg in Oberstdorf verwehrt blieb, den Gesamttitel der Two-Nights-Tour konnte ihr aber keiner nehmen.
Freude beim deutschen Team darüber, dass Selina Freitag am Ende als Dritte auf dem Podium landete – bei der Gesamtwertung wurde sie sogar Zweite. Zurück zum Skisprung-Weltcup in Oberstdorf: Agnes Reisch wurde zweitbeste Deutsche auf Rang 9. Katharina Schmid wurde Elfte, Juliane Seyfarth komplettierte das deutsche Feld mit einem 16. Platz.
Ein emotionaler Tag für Katharina Schmid, die letztmals in ihrer heimischen Arena vom Balken ging. Zwar beendet sie ihre Karriere erst nach den Olympischen Winterspielen in Cortina, dennoch war der Abschied aus der Skisprungarena in Oberstdorf für sie eine Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der auch die eine oder andere Träne floss. Skifliegen wird sie aber noch einmal in der Heimat, bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Ende Januar, dann aber an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf.
3.000 Zuschauer hatten den Wettbewerb in der Oberstdorfer Skisprungarena verfolgt. Nahezu sicher ist, dass die „Two-Nights-Tour“ keine Zukunft haben wird. Zur Saison 2026/2027 soll die Damen-Vierschanzentournee kommen, gekoppelt mit der Vierschanzentournee der Männer. Mehr Aufmerksamkeit und vollere Stadien sind den Frauen dann sicher. Dies haben sie schon länger verdient, allerdings hatte der Österreichische Skiverband bisher eine Vierschanzentournee abgelehnt. Vor wenigen Tagen war dann aber durchgesickert, dass neben der Flutlicht-Installation in Innsbruck wohl auch die Finanzierung der Damen-Springen für eine Vierschanzentournee mit Innsbruck und Bischofshofen an Bord gesichert ist. Die Skiclubs in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf hatten zuletzt auf eigene Faust die „Two-Nights-Tour“ durchgeführt und waren zu Gunsten der Skispringerinnen auch finanziell ins Risiko gegangen.
Geschrieben von: Thomas Häuslinger
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today1. Januar 2026 1752 6