Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Kinder und Jugendliche, die einen geliebten Menschen durch den Tod verlieren, brauchen Unterstützung und einen geschützten Raum für ihre Trauer. Die Stiftung Kartei der Not fördert deshalb die Lacrima-Trauerbegleitung der Johanniter in Bayerisch Schwaben mit insgesamt 55.000 Euro. Davon profitieren auch junge Menschen am Standort Kempten.

In Augsburg, Kempten und Neu-Ulm begleiten die Johanniter mit ihrem Angebot Lacrima mehr als 220 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in insgesamt elf Trauergruppen. Ziel ist es, ihnen dabei zu helfen, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten und mit ihren Gefühlen umzugehen.
Die offizielle Spendenübergabe fand am 19. Oktober in der Regionalgeschäftsstelle der Johanniter in Augsburg statt. Oliver Jaschek, Geschäftsführer der Stiftung Kartei der Not, übergab die Unterstützung gemeinsam mit Vertretern der Johanniter. Gabriela Becker, Leiterin von Lacrima Augsburg, nahm die Spende stellvertretend für die drei Standorte entgegen.
Bei Lacrima finden die jungen Menschen altersgerechte Gruppenstunden, in denen sie über ihre Trauer sprechen und Gefühle ausdrücken können. Kreative Angebote, gemeinsames Spielen und der Austausch mit Gleichaltrigen helfen ihnen, mit dem Verlust umzugehen. Insgesamt 65 ehrenamtliche Mitarbeitende ermöglichen die Begleitung. Sie haben bei den Johannitern eine entsprechende Ausbildung in der Trauerbegleitung absolviert.
„Es ist uns ein Anliegen, dass Kinder und Familien, die unverschuldet in eine schwierige Situation geraten, Hilfe finden“, erklärt Oliver Jaschek. Besonders Kinder, die früh Mutter oder Vater verlieren, bräuchten Menschen, die ihnen zuhören, sie ernst nehmen und ihnen Raum für ihre Trauer geben.
Mit der Spende soll das Angebot für die betroffenen Familien weiterhin kostenfrei bleiben und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Das Geld fließt unter anderem in Schulungen für die Ehrenamtlichen sowie in Spiel- und Bastelmaterial für die Gruppenstunden. Auch Ausflüge, Workshops und gemeinsame Feiern werden damit ermöglicht.
Brigitte Huss vom Regionalvorstand der Johanniter in Bayerisch Schwaben betont, wie wichtig die Unterstützung angesichts der großen Nachfrage sei. Die Förderung helfe dabei, die Arbeit an allen drei Standorten zu stärken und den Kindern und Jugendlichen durch gemeinsame Aktivitäten zusätzliche Gemeinschaft und Halt zu geben.
Weitere Informationen zur Trauerbegleitung Lacrima gibt es unter www.johanniter.de/lacrima/bayerisch-schwaben.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Johanniter kinder Spende