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Nach einem stressigen Arbeitstag den Kopf freibekommen – für viele bedeutet das eine Runde joggen oder Bewegung an der frischen Luft. Der Kemptener Timo Wassermann geht dabei deutlich weiter: Der 26-Jährige bereitet sich aktuell auf eine der härtesten Lauf-Challenges überhaupt vor. Beim sogenannten „Last Soul Ultra“ läuft er rund um die Uhr weiter – so lange, bis nur noch ein Teilnehmer übrig ist. Wer zuletzt durchhält, gewinnt. Der Startschuss fällt am 14. August.
Um sich darauf vorzubereiten, geht Timo bereits jetzt an seine Grenzen. Nach einer 23-Stunden-Challenge rund um den Öschlesee in Sulzberg steht nun der nächste Härtetest an: 30 Stunden am Stück laufen. Dabei können ihn Interessierte sogar begleiten. Wir haben mit Ihm davor gesprochen.

AllgäuHIT: Timo, 30 Stunden ohne Schlaf durchlaufen – das klingt für viele kaum vorstellbar. Wie fühlst du dich kurz vor dieser besonderen Herausforderung?
Timo Wassermann:
„Ich muss sagen, ich fühle mich sehr, sehr fit. Ich fühle mich gut vorbereitet – körperlich und mental bin ich in einer top Verfassung. Ich hoffe jetzt nur, dass ich guten Schlaf abbekomme, weil ich während der 30 Stunden keine Möglichkeit habe zu schlafen.“
AllgäuHIT: So eine Vorbereitung ist sicherlich enorm aufwendig. Wie trainiert man überhaupt für so eine Belastung?
Timo Wassermann:
„Ich sammle natürlich sehr, sehr viele Laufkilometer pro Woche. Die liegen zwischen 120 und 160 Kilometern. Zusätzlich mache ich natürlich viel Verletzungsprophylaxe und Präventionstraining für Muskeln, Bänder und Sehnen. Aber letztendlich kann man so etwas wie den Schlafentzug nicht wirklich trainieren. Deshalb mache ich jetzt diesen Vorbereitungslauf über 30 Stunden, um dann für den Wettkampf im August fit zu sein.“
AllgäuHIT: Wer dich unterstützen möchte, kann sogar selbst ein Stück mitlaufen. Wie funktioniert das?
Timo Wassermann:
„Am Freitag simulieren wir diese 30 Stunden am Öschlesee im Allgäu. Wir starten auf der Sulzberger Seite, auf der Kiesseite, um 15 Uhr. Jeder kann zu jeder vollen Stunde dazustoßen und eine Runde mitlaufen. Eine Runde hat drei Kilometer. Wir laufen sehr langsam, jeder darf in seinem Tempo laufen – jeder ist willkommen. Außerdem gibt es Getränke durch den Sponsor Red Bull und Cordella versorgt uns am Samstag von 12 bis 15 Uhr mit Eis. Jeder, der eine Runde mitläuft, bekommt ein kostenloses Eis.“
AllgäuHIT: Die große Challenge im August rückt immer näher. Steigt die Nervosität langsam?
Timo Wassermann:
„Ja, natürlich steigt langsam die Nervosität. Das ist ein bisschen wie früher bei einer wichtigen Schulaufgabe: Man kommt ins Grübeln, ob man sich wirklich gut vorbereitet hat oder ob man noch etwas ergänzen sollte. Jetzt stehen die letzten 30 Tage bis zum eigentlichen Wettkampf an. Aber ich denke, wir sind auf einem ganz guten Weg und werden sehen, wie ich abschneide.“
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Extremlauf Last Soul Ultra sport Vorbereitung