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Dr. Markus Schick, Präsident des Bayerischen Landesamts für Pflege (im Bild rechts), trug sich ins Gästebuch des Landkreises Unterallgäu ein. Bei seinem Besuch begleitete ihn Rüdiger Erling, Leiter des pflegefachlichen Teams (links). Landrat Hans-Joachim Weirather (Bildmitte) hieß die Gäste willkommen.
(Bildquelle: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu)
 
Unterallgäu - Mindelheim
Freitag, 3. Mai 2019

Markus Schick zu Gast im Unterallgäu

Wie begegnet man im Landkreis Unterallgäu dem Fachkräftemangel in der Pflege? Wie werden unheilbar erkrankte Menschen im Unterallgäu optimal versorgt? Welchen Herausforderungen müssen sich Seniorenheime in Zukunft stellen? Und kann die Bayerische Staatsregierung in solchen Fragen unterstützen? Darum ging es bei einem Gespräch mit Dr. Dr. Markus Schick, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Pflege. Beteiligt an dem Gespräch im Landratsamt Unterallgäu waren Rüdiger Erling, Leiter des pflegefachlichen Teams beim Landesamt für Pflege, Landrat Hans-Joachim Weirather, Dr. Manfred Nuscheler, Ärztlicher Direktor der Kreiskliniken Unterallgäu und Geschäftsführer der Pallium gGmbH Unterallgäu-Memmingen, Thomas Roth, Vorsitzender des Sankt Elisabeth Hospizvereins, Dr. Maria Bachmaier und Selin Saran, beide Abteilungsleiterinnen am Landratsamt Unterallgäu, und Ara Gharakhanian, Gesamtleiter der Kreis-Seniorenwohnheime.

Das Konzept für Hospizarbeit und Palliativmedizin des Landkreises Unterallgäu stellte Dr. Manfred Nuscheler vor. Die Idee dahinter: Es sollen keine Inseln der Überversorgung entstehen, sondern Angebote in der Fläche. Ergänzend zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung des Sankt Elisabeth Hospizvereins und zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung der Pallium gGmbH wird seit kurzem die Palliativversorgung in den Kreiskliniken durch einen Konsiliardienst ergänzt und es sollen weitere Hospizzimmer in Pflegeheimen eingerichtet werden - es gibt bereits eines im Seniorenzentrum St. Georg in Mindelheim. Um das Personal für diese Angebote zu finanzieren, hat der Landkreis bereits seine Unterstützung zugesagt.

Das Engagement des Landkreises beeindruckte Schick. Fördermöglichkeiten für Hospizzimmer über Programme der Staatsregierung seien zu prüfen, da diese Zimmer, vergleichbar mit Kurzzeitpflegeplätzen, nicht durchgängig belegt und damit schwer finanzierbar sind. Des Weiteren diskutierten die Beteiligten, wie der Beruf des Altenpflegers attraktiver gemacht werden kann, etwa indem das Tätigkeitsfeld geschärft wird. Auch die derzeit diskutierte Pflegeplatzgarantie wurde thematisiert.

Außerdem trug sich Schick in das Gästebuch des Landkreises ein. Am Nachmittag besuchten Schick und Erling gemeinsam mit Landrat Weirather das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach.


Tags:
Pflege Fachkräftemangel Markus Schick Schwerkranke


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