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Engagiert für Kinder, Jugendliche und Familie: Die Katholische-Jugendfürsoge
(Bildquelle: KJF/Doderer)
 
Ostallgäu - Marktoberdorf
Mittwoch, 30. Juli 2014

Erziehungs- und Jugendhilfe für Kaufbeuren und Ostallgäu neu aufgestellt

Neue Leiter heißen Frank-Keller und Plaschke

Unter der Überschrift „Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien“ arbeitet der Erziehungs- und Jugendhilfeverbund (EJV) Ostallgäu der Katholischen Jugendfürsorge in der Diözese Augsburg e.V. (KJF). 33 Jahre lang hat Peter Seider als Leiter der Psychologischen Beratungsstelle in Marktoberdorf und des EJV Ostallgäu die Weiterentwicklung gestaltet. Er hat den diakonischen Auftrag der Kirche, dem Menschen zu dienen, in der Arbeitswelt gelebt und führt dies nun im Ruhestand fort. Auf ihn folgen nun Elisabeth Frank-Keller und Harald Plaschke als Nachfolger - und eine Veränderung der Organisation: Für die gesamte Region ist nun der EJV Kaufbeuren-Ostallgäu zuständig.

Stefan Leister, KJF-Abteilungsleiter Kinder- und Jugendhilfe, ermutigte bei der Verabschiedung den bisherigen EJV-Leiter einerseits loszulassen und die Aufgaben den Nachfolgern zu überlassen - und zugleich solle er sich auf den neuen Weg einlassen. „Peter Seider hat die Jugendhilfe in der Region geprägt“, so Leister. Zum 1. September werden der EJV Ostallgäu und der EJV Kaufbeuren zusammengeführt, um in Zukunft gemeinsam noch gezielter auf die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien eingehen zu können. Dabei kann der neue EJV Kaufbeuren-Ostallgäu auf ein breites Netzwerk aufbauen, das Peter Seider seit 1981 insbesondere zur Kirche aufgebaut hat.

Mit einer Ansichtskarte aus Salzburg hat er sich damals aus dem Urlaub auf die Stellenausschreibung beworben. Die KJF war froh, ihn gleich für den weiteren Ausbau der Angebote vor Ort zu gewinnen. Heute brachten Markus Mayer, Vorsitzender des Vorstands, sowie Stefan Leister ihren Dank in der höchsten Auszeichnung der KJF zum Ausdruck: Peter Seider erhielt die Heilig-Geist-Medaille für sein Lebenswerk bei der KJF, vor allem für sein Wirken für die Menschen in der Region Ostallgäu. „Peter Seider hat allen ihm anvertrauten Menschen Mut zum Leben vermittelt. Dafür danken wir ihm“, so Mayer.

„Es ist unser gemeinsames Werk“, resümierte Peter Seider beim Dank an Kollegen, Freunde, Kooperationspartner, Wegbegleiter und Träger. „Ich fühle mich in unseren gemeinsamen Geschichten gut aufgehoben.“ In seine Fußstapfen treten nun Elisabeth Frank-Keller und Harald Plaschke. Plaschke ist bereits seit über zehn Jahren Leiter des EJV Kaufbeuren. Er übernimmt die Leitung des neuen EJV Kaufbeuren-Ostallgäu. Schon bisher haben die Verbünde selbst, aber auch mit der Stadt Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu eng zusammengearbeitet. Diplom-Psychologin Frank-Keller übernimmt die Leitung der Psychologischen Beratungsstelle in Marktoberdorf. Sie wurde von Peter Seider in die neuen Aufgaben eingearbeitet.

Beim Abschied in den „wohlverdienten Ruhestand“ waren wichtige Partner dabei: Peter Seiders ganze Familie mit Ehefrau und drei Töchtern, Vertreter von Kirche, Politik und Ämtern, ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Katholischen Jugendfürsorge. Er haben sich großen Respekt erarbeitet, so KJF-Direktor Markus Mayer. „Dass so viele Wegbegleiter heute anwesend sind, beweist dies. Für die stets gute Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie auch dem Träger sind wir dankbar.“

Die Jugendhilfevorschriften umzusetzen, wird für den Landkreis mehr als eine Pflichterfüllung des Gesetzes, „es wird zu einer Leidenschaft und Herzensangelegenheit“ mit Partnern wie Peter Seider. Dies betonte Landrätin Maria Rita Zinnecker in ihrem Grußwort. Die „Offenheit und Herzlichkeit in der Beratungsstelle“ sei spürbar und erlebbar für die vielen Menschen, die sich an die Pädagogen und Psychologen wenden. Gerade Kindern und Jugendlichen eine Zukunft zu geben, sei eine wichtige Aufgabe. „Dazu trägt die Erziehungs- und Jugendhilfe der Katholischen Jugendfürsorge bei“, so MdB Stephan Stracke. Er bezeichnete Peter Seider als ein „menschgewordenes Kompetenzzentrum“.

„Tue oder habe ich genügend für diese Gesellschaft getan?“ Die KJF will diese Frage mit dem christlichen Auftrag beantworten. „Mut zum Leben soll an die anvertrauten Menschen vermittelt werden“, so Direktor Markus Mayer. Beim Wortgottesdienst anlässlich der Verabschiedung von Peter Seider betonte Domkapitular Armin Zürn, heute geistlicher Mentor der KJF und bis letztes Jahr ihr Vorstandvorsitzender: „Wenn wir den Schatz in den Menschen suchen, ahmen wir Gott nach – und dies hat Peter Seider sein Berufsleben lang getan.“

Die Erziehungs- und Jugendhilfe im Ostallgäu hat im Übrigen eine bewegte Geschichte: Von 1962 bis 1975 konnten die Ostallgäuer nur die Erziehungsberatung in Kempten nutzen. 1975 wurde sie zumindest um einen Standort in Kaufbeuren erweitert, sodass die Region Ostallgäu dann von dort betreut wurde. Erst 1978 wurde eine eigene Erziehungsberatung in Marktoberdorf und Füssen ins Leben gerufen. Der neue EJV Kaufbeuren-Ostallgäu bündelt nun alle Angebote der Katholischen Jugendfürsorge und das Engagement für für Kinder, Jugendliche und Familien für die kreisfreie Stadt sowie den gesamten Landkreis.


Tags:
erziehung jugendhilfe kaufbeuren ostallgäu



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