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Symbolbild Eishockey
(Bildquelle: Pixabay)
 
Ostallgäu - Füssen
Dienstag, 20. Februar 2018

Ersatzgeschwächter EV Füssen

Abschluss mit einem 3:5 in Peißenberg

Auch im letzten Saisonspiel kämpfte der EVF bis zum Schluss, musste sich beim 3:5 (0:1, 2:1, 1:3) in Peißenberg letztendlich aber der individuellen Klasse der Gastgeber geschlagen geben. Drei Sololäufe entschieden im Schlussdrittel zugunsten der Eishackler, die sich damit den zweiten Platz in der Gruppe sichern konnten, und im Viertelfinale nun auf den Oberligisten Waldkraiburg treffen werden.

Erneut führte eine lange Ausfall-Liste auf Füssener Seite zu Umstellungen, und zeigt auch nochmals das Problem in dieser Saisonphase. Bühler, Krötz, Velebny, Meier, Steiner, Nadeau und Holzmann fehlten in der Partie bei den Pfaffenwinklern, die jüngste Mannschaft der Liga wurde somit noch jünger.

Im ersten Abschnitt boten beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, die besten Spieler waren die beiden Torsteher Jakob Goll und Benedikt Hötzinger. Zweimal Höfler und Hörndl scheiterten mit Alleingängen am starken Füssener Goalie, Letzterer konnte den 20-jährigen aber mit dem einzigen Treffer des Abschnitts aus spitzem Winkel zum 1:0 überraschen. Der EVF hatte seine besten Möglichkeiten bei einem penaltymäßigen Konter durch Marc Besl, einem Pfostentreffer in Überzahl durch Marvin Schmid sowie Thomas Böck, der innerhalb von 40 Sekunden gleich dreimal an Goll scheiterte. Insgesamt ging die Führung der Hausherren auch dank einer Druckphase nach der Führung aber in Ordnung.

 

Im zweiten Drittel war dann aber Füssen die tonangebende Mannschaft. Vincent Wiedemann zielte in Überzahl vorbei, Nikolas Oppenberger hatte mit einem Schuss an den Innenpfosten Pech, Ron Newhook und Marc Besl vergaben aussichtsreich. Obwohl die Eishackler bei Kontern stets gefährlich blieben, kam das 2:0 durch Müller etwas überraschend. Der EVF ließ sich aber nicht beirren, und baute weiterhin Druck auf. Die Folge waren zwei Treffer aus kurzer Distanz durch Sean Kavanagh und Marc Besl zum 2:2-Ausgleich. Dazwischen glänzte Hötzinger mit einer Riesenparade gegen den Slowenen Dejan Vogl. Der Abschnitt ging aber an den EV Füssen, das Unentschieden war verdient.

 

Bereits Ende des zweiten Drittels hatten die Ostallgäuer in der fairen Partie aber eine Strafzeit kassiert, und jeweils wieder komplett folgten zwei weitere. Dieses fast durchgehende Unterzahlspiel nutzte der TSV durch ein Solo des ehemaligen Peitinger Topscorers Manfred Eichberger zum 3:2. Die entscheidende Szene kam dann knapp zwei Minuten später. Ron Newhook und Nikolas Oppenberger fuhren einen 2 gegen 1 Konter, der Deutschkanadier brachte den Pass aber nicht zu seinem Mitspieler. Die abgefangene Scheibe wurde auf den Kanadier Morley geleitet, der seinen Alleingang eiskalt zum 4:2 abschloss. Ebenfalls mit einem Solo setzte sich Eichberger auch noch ein zweites Mal gegen die junge Füssener Abwehr durch und verwandelte gekonnt zum fünften Treffer. Obwohl es für die Schwarz-Gelben um nichts mehr ging, kämpften sie auch nach diesem deutlichen Rückstand weiter, und wurden in der letzten Minute für ihren Einsatz belohnt, als Marius Keller, der in dieser Spielzeit auch drei Monate lang verletzt ausgefallen war, die Scheibe zum 3:5 ins Tor arbeitete.

 

Damit endete für den EV Füssen seine erste Spielzeit in der Bayernliga. Nach dem fünften Platz in der Vorrunde hatte man sich mit dem Einzug in die Zwischenrunde den Klassenerhalt gesichert. In dieser konnte man sich als fünftbestes Team der Gruppe nicht mehr um den einen benötigten Platz für die Playoffs verbessern, da man zwar den Oberligisten Miesbach hinter sich ließ, dafür von Geretsried überholt wurde. Nach einem tollen Start mit Siegen gegen Lindau und Höchstadt war der Ausfall von Leistungsträgern nicht zu kompensieren, dazu konnte gegen die Riverrats und die Eishackler in dieser Saison keine Partie gewonnen werden. Nicht nur dieser Umstand wird eine Herausforderung für die nächste Spielzeit werden. Dann auch mit neuem Trainer an der Bande, nachdem Thomas Zellhuber gestern sein letztes Spiel als EVF-Coach bestritten hat. Unter seiner Regie wurde innerhalb von zweieinhalb Jahren der Weg von der Bezirksliga bis zur Verzahnungsrunde mit der Oberliga realisiert, dabei 68 von 90 Pflichtspielen siegreich gestaltet. Am Kobelhang gilt ab sofort das altbekannte Motto: Nach der Saison ist vor der Saison. (MiL)

 

Tore: 1:0 (12.) Hörndl (Morley, Estermaier), 2:0 (32.) Müller (Birkner, Barth F.), 2:1 (37.) Kavanagh (Newhook, Oppenberger), 2:2 (39.) Besl (Schmid), 3:2 (46.) Eichberger (Stögbauer, Höfler/5-4), 4:2 (48.) Morley (Hörndl, Estermaier), 5:2 (53.) Eichberger (Malzatzki, Höfler), 5:3 (60.) Keller (Oppenberger).

Strafminuten: Peißenberg 6, Füssen 10.
Zuschauer: 743. 

 

 


Tags:
eishockey evfüssen peißenberg allgäu



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