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Jahreshauptversammlung des ERC Sonthofen 2015 in der Eisstadion-Gaststätte Overtime in Sonthofen
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu - Sonthofen
Mittwoch, 20. Mai 2015
Ein Bericht von Thomas Häuslinger

Mike Henkel nimmt Auszeit beim ERC Sonthofen

Oberallgäuer Eishockey-Oberligist setzt auf regionale Spieler

Der erste Vorstand des ERC Sonthofen 1999 e.V. Mike Henkel nimmt sich eine Auszeit. Das kündigte der langjährige Vorsitzende des oberallgäuer Eishockey-Oberligisten am Abend bei der Jahreshauptversammlung an. Der erst im November neu hinzugekommene zweite Vorstand Björn Sehnert bekommt mehr Verantwortung.

Henkel kündigte an, noch ein bis zwei Projekte beim ERC Sonthofen verwirklichen zu wollen. Anschließend wolle er sich vom operativen Geschäft zurückziehen. Auf dem Papier bleibt er Vorsitzender. Rückzugsgedanken gab es bei Mike Henkel schon mehrfach, mangels Nachfolger gab er sich immer einen Ruck. Doch diesmal müsse er zu Gunsten seiner persönlichen Angelegenheiten und der eigenen Gesundheit entsprechend, so Henkel am AllgäuHIT-Mikrofon. Es gebe keinen festgelegten Zeitraum für die Auszeit, sollte es einen Interessenten auf das Amt des ersten Vorsitzenden geben, so würde er dieses zur Verfügung stellen. Doch bei der Jahreshauptversammlung mit knapp 40 Anwesenden, davon 32 Mitglieder, gab es schon keine Meldung bei der Frage nach einem möglichen Eishockey-Obmann. Die direkte Frage nach einem Nachfolger sparte sich Mike Henkel daher.

Zweiter Vorstand Björn Sehnert übernimmt das Ruder
Auf den zweiten Vorstand kommt jetzt noch mehr Arbeit zu. Björn Sehnert macht aber einen souveränen Eindruck. Er will die kommenden Aufgaben mit einer deutlich erweiterten Vorstandschaft anpacken. Denn, die lange ebenfalls unbesetzte Position des Schatzmeisters konnte mit Stefan Lang endlich kompetent besetzt werden. Er ist Controller bei der Speditionsfirma Dachser. Und nicht nur das: Selten bis gefühlt nie standen neben Mike Henkel und Björn Sehnert mehr Leute als an diesem Dienstagabend. Die Aufgaben von Henkel werden also auf mehrere Schultern verteilt.

Jogi Koch hat ein Ziel: Mehr Spieler aus der Region Allgäu
Ein wichtiger Mann ist der gebürtige Kaufbeurer und zuletzt Trainer des ECDC Memmingen und des ESV Buchloe - Jogi Koch. Er ist sportlicher Leiter und hat ein ganz bestimmtes Ziel: Hochkarätige Spieler verpflichten, die aus der Region kommen und dadurch Kosten sparen. Aufwendungen für Spielerwohnungen, Autos und Benzinkosten sollen deutlich gesenkt werden. Im letzten Jahr waren es sechs eigene und elf Fremdspieler. Dies soll in der Saison 2015/2016 umgekehrt werden. Koch will Spieler die Stolz darauf sind, für den ERC zu spielen. Einen echten Hochkaräter will er in den nächsten Tagen bekannt geben. Gebürtig stammt dieser aus Kaufbeuren und spielte überwiegend in der DEL und DEL2.

Kooperation mit Eishockey-Zweitligist Kaufbeuren bestätigt
Die bereits gestern von Radio AllgäuHIT und allgaeuhit.de bekannt gegebene Kooperation ist von beiden Vereinen bestätigt worden. Diese umfasst bis zu sieben Spieler, wobei laut Koch realistisch zwei bis drei zum Sonthofer Kader stoßen sollen. Diese seien als gute Ergänzung zu verstehen. Man bekomme keinen "Abfall", sondern hochkarätige Nachwuchskräfte, die auch in der DEL2 schon im Einsatz waren. Auch der Augsburger EV soll eine Partnerschaft bei Sonthofen angefragt haben.

ERC Sonthofen verpflichtet Lukas Brückner - Christian Tarrach bleibt
Lukas Brückner wechselt von den Harzer Falken ins Oberallgäu - Auch er stammt aus Kaufbeuren. An ihm soll auch der ESVK interessiert gewesen sein. Er gilt aber als so großes Talent, dass der ESV Kaufbeuren im Rahmen der Kooperation wohl Zugriff auf Brückner haben wird.
Der ERC Sonthofen schreibt in einer Pressemitteilung von heute Morgen: "Der 23-jährige Stürmer wurde in Marktoberdorf geboren und hatte alle Nachwuchsligen in Kaufbeuren durchlaufen. 2013 wechselte er in die Oberliga Nord zum HSV Hamburg. Bei 32 Einsätzen konnte er 14 Tore und 19 Vorlagen erzielen. Vergangene Saison wechselte Lukas Brückner innerhalb der Oberliga Nord in den Harz zu den Falken. Dort hatte er Pech, denn zu Beginn der Saison zog sich Lukas eine schwere Verletzung zu und kam so nur auf 9 Einsätze in der Hauptrunde. Bei den Playoffs war er dann wieder für seine Mannschaft sehr erfolgreich, denn in 9 Spielen kam Lukas auf 12 Scorerpunkte." Außerdem konnten die Bulls mit Christian Tarrach ein echtes Eigengewächs in Sonthofen halten.

 

Weiter berichtet der ERC Sonthofen: "Auch in der Vergangenheit hat es schon immer einen regen Spielerwechsel zwischen beiden Vereinen gegeben. Christoph Hadrascheck, Thomas Jörg und Michael Waginger gingen von Sonthofen nach Kaufbeuren um höherwertig zu Spielen und Andreas Kleinheinz, Florian Bindl und Markus Vaitl kamen von Kaufbeuren und wurden wichtige Elemente im Sonthofer Eishockey. Somit ist eine Zusammenarbeit gar nicht so neu, aber jetzt werden beide Vereine im Sinne der Nachwuchsförderung eng miteinander zusammenarbeiten, um Spielern aus der Region den weiteren Weg zu ebnen."

Operatives Minus beim Aufsteiger nach Oberligasaison eins
Finanziell beendete der ERC Sonthofen das "Geschäftsjahr" mit einem operativen Verlust von rund 9.000 Euro. Mitgliedsbeiträge aus 2015 waren bereits eingerechnet, daher stand in der Präsentation unter dem Strich ein Plus. Vor allem die sinkenden Zuschauerzahlen ab Januar wirkten sich negativ aus. Aber auch gestiegene Kosten beim Personal, bei den  Schiedsrichtern, Ausrüstung und Co. stiegen massiv. Andererseits konnten die Sponsoreinnahmen um 73.000 Euro auf fast 200.000 Euro gesteigert werden. Mit jeweils über 500.000 Euro Einnahmen und Ausgaben ist der ERC Sonthofen inzwischen beinahe ein mittelständisches Unternehmen geworden. Zu schaffen macht dem Verein unter anderem die Berufsgenossenschaft. Seit Henkels Amtsantritt ist diese von jährlich 2.000 Euro auf bis heute fast 20.000 Euro angestiegen.

98 Kinder im Nachwuchs des ERC Sonthofen aktiv
Im Nachwuchs sind insgesamt 98 Kinder und Jugendliche aktiv. In Zukunft soll hier noch mehr investiert werden. Die Leistungen waren solide. Allerdings fordert die Nachwuchsleitung mehr Engagement der Eltern. Helfer für die Uhr, als Sprecher, etc. zu finden, sei äußerst schwer. Sehr positiv: Mehrfach wurden Spieler der Kleinschüler und der Knaben in die BEV-Auswahl berufen. Die Damen waren vom Verletzungspech verfolgt. Hinzu kamen dauerhaft kranke und Spielerinnen in Mutterschutz. Am Ende stand Platz drei.

Sonstiges
Abgestimmt wurde darüber, ob ehrenamtlich tätige Personen auch Mitglied sein müssen. Die Entscheidung fiel mit 14:13 denkbar knapp dafür aus. Insgesamt gab es fünf Enthaltungen. Ob diese auch Mitgliedsbeiträge entrichten müssen, muss von der Vorstandschaft entschieden werden. Außerdem wird ein passiver Mitgliedsbeitrag für Familien eingeführt und der Mitgliedsbeitrag für Erwachsene auf 50 Euro erhöht (bislang 45 Euro). Dies hängt mit BLSV-Zuschüssen zusammen.


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