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mit Thomas Häuslinger
 
 
Schmerzen in der Burst Johanniter Schemmann
(Bildquelle: Fabian Schmid)
 
Oberallgäu - Kempten
Freitag, 10. November 2017

Erste Hilfe bei Herzinfarkt

Johanniter geben Tipps: Symptome erkennen und richtig handeln

Mehr als 300 000 Menschen in Deutschland erleiden nach Angaben der Deutschen Herzstiftung jedes Jahr einen Herzinfarkt. Herzinfarkte zählen damit zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Je schneller man den Notfall erkennt, desto höher sind die Überlebenschancen. Die Johanniter geben Tipps, wie man im Ernstfall richtig reagiert.

Zu den häufigsten Symptomen bei einem Herzinfarkt zählen plötzliche Schmerzen im Brustkorb, die oft auch in andere Körperregionen wie Arme, Oberbauch, Hals oder Kiefer ausstrahlen. Weiterhin treten Enge- und Beklemmungsgefühle auf, eine fahle Gesichtsfarbe, Übelkeit oder Schweißausbrüche. Insbesondere bei Frauen und Diabetikern können sich die Symptome aber auch nur als Atemnot sehr unspezifisch zeigen. Oft leiden die Betroffenen unter großer Angst. 

Die Warnsignale für einen möglichen Herzinfarkt sind in der Bevölkerung weitgehend bekannt. Dennoch wird der Rettungsdienst häufig zu spät gerufen, weil die Betroffenen darauf vertrauen, dass die Beschwerden nach einiger Zeit von selber abklingen. „Jeder Herzinfarkt kann einen plötzlichen Herzstillstand verursachen. Daher sollte bei den geringsten Anzeichen sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 alarmiert werden“, erklärt Bernd Fischer, Regionalarzt der Johanniter im Allgäu. Auf keinen Fall sollte man selbst ins Krankenhaus fahren oder sich von Bekannten oder Verwandten transportieren lassen. 

„Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes soll der Betroffene mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden und eng anliegende Kleidung sollte gelockert werden. Bei Bewusstlosigkeit sollte sofort überprüft werden, ob der Betroffene noch normal atmet. Wenn dies nicht der Fall ist, muss sofort mit einer Wiederbelebung begonnen werden“, erläutert Fischer weiter. „Am wichtigsten ist dabei die konsequent und möglichst lückenlos durchgeführte Herzdruckmassage – 100 bis 120 mal pro Minute“, so Fischer. Auch der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) kann hier lebensrettend sein. Diese Geräte finden sich inzwischen schon in vielen öffentlichen Gebäuden und sind auch für Laien gut handhabbar. 

Um im Ernstfall richtig helfen zu können, empfehlen die Johanniter, die Erste-HilfeKenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Infos zum Kursangebot der Johanniter gibt es im Internet unter www.johanniter.de/allgaeu oder unter Tel. 0831 52157-0 . (PM)


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herzinfarkt symtome notfall allgäu



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