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Der Marienplatz in Immenstadt (Archiv)
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu - Immenstadt
Mittwoch, 18. September 2019

Immenstadt will Waldkindergartengruppe schaffen

Natürliche Alternative zur klassischen Kindertagesstätte

Die Stadt Immenstadt beabsichtigt eine Waldkindergartengruppe am Kindergarten Auwald einzurichten. Es hat sich gezeigt, dass die Waldpädagogik eine gute und natürliche Alternative für die klassische Betreuung in einer Kindertagesstätte darstellt. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn was gibt es Besseres für die Entwicklung und Unterrichtung von Kindern als sich draußen in der freien Natur und im Wald austoben zu können. Materialien, die man dort finden kann, werden ins Spiel einbezogen und regen die Phantasie an. Ganz nebenbei entsteht automatisch, quasi als Nebenprodukt, ein inniges Bewusstsein für die Umwelt mit den Pflanzen und Tieren. Ein Waldkindergarten unterliegt übrigens den selben pädagogischen Grundsätzen und Unterrichtszielen wie bei einem normalen Kindergarten, dies gilt natürlich insbesondere auch für die allgemeine Förderung der Kinder, die Dokumentation des Entwicklungsstandes und das Erreichen der Schulreife.

Der Stadtrat hat der Verwaltung den Auftrag erteilt, dem Vorhaben näher zu treten und so wurden bereits äußerst positive Gespräche mit dem Forst, dem Kindergarten und dem Landratsamt Oberallgäu geführt. Im Augenblick findet gerade eine Elternbefragung statt um den vorherrschenden Bedarf für diese Pädagogik in Immenstadt abzuklären. Die Waldkindergartengruppe (max. 20 Kinder) ist geeignet für Kinder ab 3 Jahren, soll ab September 2020 starten und den Vormittag (z.B. kurz vor 8:00 Uhr bis kurz vor 13:00 Uhr) abdecken.

Die Entscheidung „für“ oder „gegen“ einen Waldkindergartenplatz sollten Eltern sich jedoch nicht leicht machen, denn die Kinder werden das ganze Jahr und somit bei gutem wie auch bei schlechtem Wetter in der Natur sein (im Wald oder einer Schutzhütte/Bauwagen). Erfahrungsgemäß dauert es eine gewisse Zeit, bis sich die Kleinen daran gewöhnt haben. In den meisten Fällen wollen aber die Waldkinder nach einer kurzen Eingewöhnungsphase die Freiheit und die nahezu unbegrenzten Spielmöglichkeiten in der Natur und die Nähe zu Tieren dann nicht mehr missen. Die Kinder durchlaufen dabei eine naturnahe Entwicklung. Für die Eltern bedeutet dies aber auch die Anschaffung wetterfester Kleidung, erhöhter Waschbedarf und sehr konkrete Bring- und Abholzeiten (Zeitfenster jeweils ca. 10 Minuten), die unbedingt eingehalten werden müssen, weil bis zum Betriebsort nicht gefahren werden darf. Wer mehr über Waldkindergärten erfahren möchte, folgender Link: https://bvnw.de

Eltern die sich dafür interessieren und ihr Kind im Waldkindergarten unterbringen wollen, sollten sich bitte bis 09.10.2019 beim Geschäftsbereich Soziales melden: m.kleebaur@immenstadt.de

Auch falls sich Erzieherinnen oder Erzieher für diese Tätigkeit interessieren, wäre die Stadtverwaltung um eine Rückmeldung dankbar.

Nur wenn ca. 20 konkrete Absichtserklärungen von Eltern für einen Waldkindergartenplatz bei der Stadtverwaltung eingehen, können die nächsten Schritte eingeleitet werden. Die Waldpädagogik soll ein weiterer interessanter Baustein in der Betreuungsvielfalt in Immenstadt werden. (pm)

Programmtipp:
Ausführliche Informationen dazu auch am Donnerstag (19.9.) um 10:15 Uhr im "AllgäuWECKER" mit Marcus Baumann und am Donnerstagnachmittag in der "AllgäuHIT-Drivetime" gegen 16:15 Uhr.


Tags:
waldkindergarten allgäu alternativ natur



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