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ALLGÄU/REGIONAL
Polizei: Brand einer Werkstatt bei Wasserburg am Bodensee
In Wasserburg am Bodensee brennt offenbar eine Werkstatt. Das berichtet die Polizei. Demnach sei die Meldung über das Feuer kurz vor neun Uhr eingegangen. Feuerwehr, Rettungsdienst und die Polizei sind vor Ort. Sobald mehr Informationen vorliegen wird ein Artikel erstellt oder diese Eilmeldung aktualisiert (9:17 Uhr)
 
Ein Beratungsgespräch bei der Arbeitsagentur
(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
 
Oberallgäu - Allgäu
Donnerstag, 27. Februar 2014

Arbeitsmarkt im Allgäu

Arbeitslosenquote bleibt bei 3,6 Prozent

Vorfrühlingshafte Temperaturen führten im Februar zu einer weitgehenden Stabilisierung des Arbeitsmarktes im Allgäu. Während sich in den vergangenen Jahren die Arbeitslosenquote von Januar auf Februar meist erhöhte, blieb sie dieses Mal bei 3,6 Prozent - wie schon im Monat zuvor. Vor einem Jahr lag die Quote noch beim höheren Wert von 3,7 Prozent, aber damals gab es einen Winter mit Eis und Schnee, der viele Arbeiten im Freien verhinderte.

Aktuell waren 12.663 Frauen und Männer im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen arbeitslos gemeldet, 100 mehr als im Januar. Erfolgreich entwickelte sich der Stellenmarkt. Arbeitgeber stellten 3.752 Stellenangebote zur Verfügung, so viele wie schon seit Monaten nicht mehr.

„Die für die Jahreszeit ungewöhnlichen Temperaturen haben einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert. Erfreulich ist im Februar insbesondere der kräftige Zuwachs beim Kräftebedarf. Arbeitgeber meldeten deutlich mehr Stellen zur Besetzung als in den letzten Monaten“, sagt Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit  Kempten-Memmingen.

Starke Kräftenachfrage
Nach der Flaute zum Jahreswechsel kamen im Februar 1.377 Stellenangebote neu herein, ein Plus von über 50 Prozent im Vergleich zum Monat zuvor. Hotellerie und Gastronomie boten mehr als 170 Arbeitsplätze neu zur Besetzung an, vor allem im südlichen Oberallgäu und am See. In der Metallbearbeitung sowie im Maschinen- und Fahrzeugbau wurden 220 zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten offeriert. Daneben hatte die Energie- und Elektrotechnik knapp 80 Arbeitsplätze neu zu besetzen. Im Bauhaupt- und –nebengewerbe ergibt sich spätestens mit weiter steigenden Temperaturen ein höherer Bedarf an Fachkräften. Annähernd 100 zusätzliche Stellen für Maurer, Betonbauer, Spezialisten für Heizung und Sanitär sowie artverwandte Berufe wurden bereits angeboten. Im kaufmännischen Sektor taten sich ebenfalls  neue berufliche Chancen auf. Es gab Beschäftigungsangebote für Vertriebsassistenten, Logistik-Sachbearbeiter und Steuerfachangestellte. Höher qualifizierte Kräfte wurden ebenfalls gesucht. Beispielsweise waren Logopäden, Ergotherapeuten und Ärzte gefragt. Des Weiteren war für Erzieher und Altenpflegekräfte eine ganze Reihe von Angeboten verfügbar.

Arbeitslose Menschen
Im Februar sprachen knapp 3.400 Frauen und Männer neu bei den Vermittlern vor, 1.375 weniger als noch zum Jahresauftakt. Seinerzeit hatten vor allem die Beendigung von Außenarbeiten sowie das Quartalsende vorübergehend zu einer höheren Arbeitslosigkeit geführt. Aktuell meldeten sich nochmals Mitarbeiter aus dem Hoch- und Tiefbau neu bei den Vermittlern. Dieser Bereich verdeutlicht auch die permanente Bewegung, die auf dem Arbeitsmarkt herrscht, denn für erste Kräfte endete die Arbeitslosigkeit, weil sie bei ihrem früheren Betrieb wieder eine Beschäftigung aufnahmen. Der Logistiksektor sowie der Einzelhandel entließen ebenfalls eine ganze Reihe von Mitarbeitern. Im selben Zeitraum konnten jedoch auch annähernd 3.300 Menschen ihre Arbeitslosigkeit wieder beenden.

Dass es günstig ist, sich bei drohender Arbeitslosigkeit frühzeitig bei der Arbeitsagentur zu melden, zeigt sich im Vermittlungsalltag immer wieder. So konnten beispielweise eine zahnmedizinische Fachangestellte, ein Groß- und Außenhandelskaufmann sowie ein Maler und Lackierer eine neue Arbeitsstelle antreten, ohne dass überhaupt Arbeitslosigkeit eintrat.

Wenn man sich die Gesamtentwicklung seit 2010 betrachtet, zeigt sich der Arbeitsmarkt im Allgäu auch aktuell weitgehend stabil.

Die Personengruppen
In den Wintermonaten sind mehr Männer als Frauen arbeitslos. Denn Außenberufe im Baugewerbe und artverwandte Tätigkeiten sind männlich dominiert. Während im Februar bei den Männern im Ergebnis nochmals ein Zuwachs um gut 200 Personen zu verzeichnen war, erfolgte bei den Frauen ein Rückgang um 105 Kräfte. Der Anteil männlicher Arbeitsloser erhöhte sich aktuell auf 55 Prozent. Schon in wenigen Wochen reduziert sich das, weil viele Männer ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit wieder aufnehmen.

Bei den Jüngeren unter 25 Jahren war ebenfalls eine Steigerung zu verzeichnen. 90 junge Menschen waren mehr gemeldet als im Vormonat. Im Februar endeten
3 ½-jährige Ausbildungen. Einige der jungen Menschen meldeten sich vorübergehend arbeitslos, weil sie vom bisherigen Arbeitgeber nicht übernommen wurden.

Kleiner Lichtblick bei arbeitslosen Menschen im Alter von 50 und mehr Jahren: Hier waren 24 Kräfte weniger arbeitslos gemeldet als im Januar. Und doch tun sich Menschen in dieser Altersgruppe schwer mit einem neuen Arbeitsplatz, denn knapp 37 Prozent aller Arbeitslosen zählen zu dieser Gruppe.

Ähnlich sah es für Menschen aus, die bereits ein Jahr und länger ohne Beschäftigung waren. Aktuell war ein Rückgang um 41 Personen zu verzeichnen. Insgesamt zählten fast 2.300 Frauen und Männer bzw. 18 Prozent zu den langzeitarbeitslosen Menschen.

Regionale Entwicklungen im Jahresvergleich
Gegenüber dem Februar des vergangenen Jahres waren etwas weniger Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk lag aktuell mit 3,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkte besser als vor einem Jahr. Ein differenziertes Bild zeigte der Arbeitsmarkt, wenn man sich die einzelnen Wirtschaftsräume des Agenturbezirks betrachtet. So war in den Landkreisen Oberallgäu und Lindau sowie in den kreisfreien Städten Kempten und Kaufbeuren gegenüber dem Februar des vorigen Jahres ein Rückgang festzustellen. Die Stadt Kaufbeuren hatte dabei im Jahresvergleich mit 0,3 Prozentpunkten die stärkste Abnahme zu verzeichnen. Im Ostallgäu blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 3,2 Prozent, die Stadt Memmingen erzielte erneut einen Wert von 4,4 Prozent. Im Unterallgäu nahm die Zahl arbeitsloser Menschen leicht zu. Dennoch erreichte dieser Landkreis auch im Februar als einzige Region des Agenturbezirks eine Zwei vor dem Komma.


Tags:
arbeitsmarkt allgäu wirtschaft arbeitslose



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