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Großes Interesse an begleitenden Ausstellung zum Mauerwerkstag
(Bildquelle: Ingo Jensen/Jensen media)
 
Memmingen
Mittwoch, 3. Februar 2016

Über 340 Bauexperten beim Mauerwerkstag in Memmingen

Geballtes Know-how für Architekten, Planer und Bauingenieure und 
Bauunternehmen: 340 Experten aus dem Allgäu, Bayerisch-Schwaben und 
Baden-Württemberg trafen jetzt sich zur Fortbildung beim Mauerwerkstag 
in Memmingen. Kernthemen waren die Umsetzung der Vorgaben der 
Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) 2016, die neue Schallschutz-Norm 4109, 
Änderungen im privaten Bau- und Architektenrecht sowie der stetig 
steigende Bedarf an neuem Wohnraum.

„Im Allgäu brauchen wir bis ins Jahr 2020 jährlich 2300 neue Wohnungen. 
Der Bedarf für ganz Schwaben liegt in diesem Zeitraum bei insgesamt über 
34.000 Wohnungen. In diesen Analysen ist der aktuelle Zustrom von 
Flüchtlingen noch gar nicht mit einkalkuliert“, erklärte Thomas Thater, 
der Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren, das den Mauerwerkstag 
in Memmingen seit 13 Jahren gemeinsam mit dem Ziegelwerk Bellenberg und 
der Südwest Ziegel GmbH (Memmingen) veranstaltet.

Als Top-Referenten hatten die Ziegelwerke Diplom-Ingenieur Stefan 
Horschler vom Büro für Bauphysik (Hannover), Baurechtsexperte Prof. Dr. 
iur. Axel Wirth (TU Darmstadt), Diplom-Ingenieur Michael Gierga 
(Bottrop-Kirchhellen) sowie Prof. Willem Bruijn von der Baumschlager 
Eberle Group nach Memmingen geholt. Bruijn stellte den Bauexperten in 
seinem Vortrag einen ganz besonderen Bau vor: das Bürogebäude „2226“ in 
Lustenau (Vorarlberg). Das ausgefallene Haus kommt komplett ohne 
Heiztechnik aus und erreicht trotzdem ganzjährig eine Raumtemperatur, 
die in der Komfortzone von 22 bis 26 Grad Celsius liegt. „Wir sind sehr 
stolz darauf, dass wir es geschafft haben, ein  Haus zu entwerfen, bei 
dem die Architektur die Technik ersetzt“, erklärte der Architekt.

Diplom-Ingenieur Hans R. Peters, der Geschäftsführer von Mein 
Ziegelhaus, ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen ein, die 
derzeit auf die Kommunen und die Baubranche aufgrund der 
Flüchtlingsströme zukommen. „Hier gilt es, nicht in Aktionismus zu 
verfallen. Auch wenn der Bedarf an neuen Unterkünften sehr groß ist, 
muss man auch bedenken, dass die Gebäude nachhaltig genutzt werden 
können. Hier darf man keine Leichtbauten aus dem Boden stampfen, sondern 
muss auf solide gebaute Häuser setzen, die über Substanz für die Zukunft 
verfügen. Das geht mit Ziegeln hervorragend.“

Der Mauerwerkstag in Memmingen ist als Fortbildungsveranstaltung so 
beliebt wie nie zuvor. In diesem Jahr war das Interesse so groß, dass 
die Ziegelwerke die Veranstaltung aufteilen mussten. Einen Tag nach dem 
Event in Memmingen fand der ersteMauerwerkstag Ulm mit 170 Teilnehmern 
in der Ulmer Donauhalle statt.


Tags:
mauerwerkstag wohnungen allgäu bauexperten


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