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Hunderte Plüschtiere für einen guten Zweck auf Memmingens Eis
(Bildquelle: ECDC Memmingen)
 
Memmingen
Donnerstag, 8. Oktober 2015

ECDC Memmingen bestreitet erstes Heimspiel gegen EV Pegnitz

Licht aus, Spot an – der ECDC Memmingen ist zurück. Am Freitag startet für die Indians die Punktejagd in der Bayerischen Eishockey-Liga (BEL). Im ersten Heimspiel um 20 Uhr gastiert mit dem EV Pegnitz gleich der Bayerische Landesligameister am Hühnerberg. Neben Punkten dreht sich das erste Ligaduell aber auch um den guten Zweck: Zusammen mit der Hilfsorganisation Humedica veranstalten die GEFRO-Indians einen „Teddy Bear Toss“, bei dem alle Zuschauer nach dem ersten ECDC-Tor mitgebrachte Plüschtiere aufs Eis werfen sollen, die an bedürftige Kinder gespendet werden. Hier die Vorschau auf die neue Indians-Spielzeit:

Die Mannschaft: Ein völlig runderneuertes Team präsentiert sich den Fans in dieser Saison am Hühnerberg. Zwölf Abgängen setzte ECDC-Sportchef Sven Müller sieben überwiegend namhafte Neuzugänge entgegen. „Wir hatten nach drei Halbfinals in Serie das Gefühl, dass die Mannschaft am Ende der Entwicklung angekommen war.“ Müller suchte gezielt nach erfahrenen „Leit-Indianern“ als fehlende Puzzleteile – und fand sie: Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Jan Benda ist zweifelsohne der prominenteste Crack, der je am Hühnerberg spielte. Auch Sonthofens letztjähriger Topscorer Petr Sikora und Rückkehrer Mike Dolezal stehen für Routine pur. Viel Talent und frisches Blut bringen die Neuzugänge Michael Folk, Patrick Weigant und Jan Kouba ins Team. Finne Ville Eskelinen ist ein starker Spielmacher. Trainiert wird die Mannschaft von Chefcoach Alexander Wedl. Er war der Wunschkandidat der ECDC-Vorstandschaft, die einen Trainer mit klaren Vorstellungen und geradliniger Ansprache suchte.

 

Die Liga: Spannend, attraktiv und solide – um die BEL werden die 14 Clubs auch von höherklassigen Vereinen in Eishockey-Deutschland beneidet. Die Liga ist inzwischen Tummelplatz für viele hochkarätige Spieler, etwa Lindaus Martin Sekera, Max Kaltenhauser (Waldkraiburg) oder die Indianer Benda und Antti-Jussi Miettinen. An der Spitze dürfte sich wieder ein heißumkämpftes, enges Rennen abzeichnen. Vereine wie Meister EV Lindau, Dauer-Rivale Höchstadt oder Waldkraiburg haben kräftig investiert und sind Meisterschaftskandidaten. Auch Nachbar HC Landsberg wird eine gute Rolle zugetraut: Die Lechstädter angelten sich die Topstürmer Marcel Juhasz und Sebastian Lachner.

Die Zielsetzung: Sportlich lautet die Aufgabenstellung, mindestens eine ähnlich gute Rolle wie in den letzten Jahren zu spielen. Nicht wenige am Hühnerberg träumen vom ganz großen Wurf. Zunächst heißt es aber, gut aus den Startlöchern zu kommen. Dazu wird hundertprozentige Konzentration und Fokussierung nötig sein – wie in den restlichen 25 Hauptrundenspielen auch. „Die Spitzenteams werden von Anfang an gejagt werden. Darauf müssen wir uns einstellen“, warnt Sportchef Müller. Dass die Mannschaft in der Lage ist, sich gegen jeden Gegner zu behaupten, deutete sie in der Vorbereitung an. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spielstarkes Team freuen, das sowohl kämpferisch als auch mit gutem Hockey Partien gewinnen kann. Das ist – vor allem anderen – das erklärte Ziel: „Die Favoritenrolle ist schön. Aber in der Liga gibt es mindestens vier andere Mannschaften, die ebenfalls den Titel holen können. Unser wichtigstes Ziel ist es, die Zuschauer mit leidenschaftlichem Eishockey zu begeistern und den Hühnerberg wieder zum Brodeln zu bringen“, so Müller.


Die Fans: Faszination Hühnerberg, damit ist eigentlich alles gesagt. Im Schnitt 1.500 Zuschauer besuchten die ECDC-Heimspiele in der letzten Saison, im sozialen Netzwerk Facebook hat der Verein über 3.300 „Follower“. Inzwischen gibt es zwei Indians-Fanclubs, auf deren Choreografien und Stimmung viele Zweitligisten neidisch blicken. Eishockey in der Maustadt ist ein Spektakel, was auch der ECDC-Claim „Eishockeystadt Memmingen“ unterstreicht.

Der erste Gegner: Mit dem EV Pegnitz taucht am Freitag um 20 Uhr der amtierende Landesligameister in der Memminger Eissporthalle auf. Die Oberfranken sind Aufsteiger, aber kein gänzlich neues Gesicht für die GEFRO-Indians. Vor rund zehn Jahren lieferten sich beide Clubs ihre letzten Duelle in der BEL, ehe die Gäste in den Niederrungen der Landesliga verschwanden. Trotzdem genoss Eishockey in der kleinen Stadt immer hohes Ansehen – und so gelang schließlich die Rückkehr ins bayerische Oberhaus. In der Vorbereitung ließ der EVP mit guten Ergebnissen aufhorchen, unter anderem unterlag man Oberliga-Topverein Selb nur mit 4:6. Beim Blick auf den Kader wird klar, warum viele Experten den „Ice Dogs“ zutrauen, eines der Überraschungsteams der Liga zu werden. Dem langjährigen Erfolgstrainer Vaclav Drobny steht eine eingespielte und eingeschworene Mannschaft zur Verfügung. Leitwolf, Topscorer und inzwischen auch noch sportlicher Leiter in Personalunion ist der 40-jährige Markus Schwindl. Der bullige Angreifer verbreitet seit Jahren mit seinem Torriecher Angst und Schrecken bei den gegnerischen Abwehrreihen. In seiner bisherigen Laufbahn konnte er herausragende 1150 Scorerpunkte (!) verbuchen. Zusammen mit Spielmacher Sergej Hausauer und Routinier Florian Müller treibt er das EVP-Spiel an. Ein echter Coup gelang mit der Verpflichtung von Anton Marsall. Der 35-Jährige kommt als einer der Topscorer vom Nord-Oberligisten Rostock. Ebenfalls aus der Oberliga (Weiden) wechselte Oleg Seibel nach Pegnitz. In der Abwehr bauen die Gäste auf die Dienste des Südtirolers Stefan Ramoser. Eine weitere Abwehrstütze ist Marco Zimmer, der wie viele Spieler im Kader Bayreuther Vergangenheit vorweisen kann.

Die „Plüschtier“-Aktion: Es war ein Spektakel mit tollen Bildern: Mit dem allerersten „Teddy Bear Toss“ in der Bayernliga sorgte der ECDC vergangenes Jahr für Aufsehen und leuchtende Kinderaugen. Über 1200 Kuscheltiere kamen für den guten Zweck zusammen – klar, dass die Aktion nun deshalb wiederholt wird. Hier nochmals das Wichtigste in Kürze: Alle Zuschauer werden gebeten, Plüschtiere mit ins Stadion zu bringen. Zusätzlich können kleine ECDC-Bären (in limitierter Auflage) am Freitagabend in der Halle günstig gekauft werden. Nach dem ersten Tor der Indians heißt es „Feuer frei“: Alle Tiere werden aufs Eis geworfen, wo sie von Kindern der ECDC-Nachwuchsteams eingesammelt werden. Im Anschluss werden die kuscheligen Gefährten der Allgäuer Hilfsorganisation Humedica übergeben, die sie im Rahmen der Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“ an bedürftige Kinder verteilt. Im (unwahrscheinlichen) Fall, dass kein Tor für die Hausherren fällt, werden die Tiere nach Spielende aufs Eis geworfen. Doch soweit wollen es die angriffslustigen Indianer nicht kommen lassen…

 

Karten für die Partie: Eintrittskarten gibt es am Freitagabend an den Tageskassen der Memminger Eissporthalle. Wegen des erwarteten Andrangs werden die Zuschauer gebeten, rechtzeitig an den Hühnerberg zu kommen. Außerdem sind Tickets an den folgenden bewährten Vorverkaufsstellen erhältlich: Dietzels Hockeyshop in der Lindentorstraße, Memminger Zeitung (Donaustraße) und Sportsbar Puck in der Eissporthalle. In Berkheim gibt es in der Agip-Tankstelle eine ECDC-Vorverkaufsstelle.


Tags:
sport spendenaktion eishockey humedica


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