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Zur Würdigung seiner wertvollen Arbeit bei der Stadtkapelle
(Bildquelle: Viola Weyrauch)
 
Memmingen
Mittwoch, 22. Mai 2019

Abschiedskonzert für Johnny Ekkelboom in Memmingen

Nach Abschied klang das furiose Konzert in der Memminger Stadthalle nicht. Und doch nahm Johnny Ekkelboom, der als Dirigent und Stadtkapellmeister seit 25 Jahren an der Spitze der Stadtkapelle Memmingens stand, persönlich Abschied von den Memmingern, die ihm begeistert Applaus spendeten. Auch Oberbürgermeister Manfred Schilder fiel der Abschied schwer: „Es war eine Frage der Zeit, bis ein verdienter Johnny Ekkelboom die Bühne verlässt. Trotzdem mag ich mir die Stadtkapelle Memmingen ohne unseren charmanten Holländer nicht vorstellen.“

Im Juni 1994 trat Ekkelboom in die Dienste der Stadt Memmingen ein, wobei seine Stelle zweigeteilt war. Zum einen war er als Musikschullehrer für Klarinette und Saxophon an der Städtischen Musikschule beschäftigt, zum anderen als Dirigent für die Stadtkapelle Memmingen. Neben dieser Tätigkeit leitete er das Jugendblasorchester Marktoberdorfs, die Brassband Oberschwaben-Allgäu und die Brassband A7 mit denen er ebenfalls sehr erfolgreich war.

„Lieber Johnny, Du hast die Stadtkapelle zu Höchstleistungen angespornt und sie zu einem Kulturträger ersten Ranges für unsere Stadt gemacht. Dies war immer mit viel harter Arbeit verbunden. Wir danken Dir dafür, dass Du einen Klangkörper geschaffen hast, auf den wir stolz sein können“, lobte Schilder das musikalische Engagement des Stadtkapellmeisters. Er würdigte Ekkelboom als eine Persönlichkeit, die für die Musik lebt und die Stadtkapelle in all ihren Schaffensjahren zu nationaler und internationaler Bekanntheit führte.

Des Weiteren skizzierte er mit den wichtigsten Eckdaten die enorme Leistung des Dirigenten, der mit viel Leidenschaft und Konsequenz aus einem verschuldeten und undisziplinierten Orchester ein Höchststufenorchester geformt hat. Mit dem Ergebnis, dass bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben Plätze weit oder ganz vorne belegt werden konnten. 2014 erhielt er den Memminger Kulturpreis für seine außerordentlichen musikalischen Verdienste.

Als Würdigung seiner wertvollen Arbeit rund um die Musik und die Stadtkapelle Memmingen, zeichnete der Rathauschef Johnny Ekkelboom mit dem Stadtsiegel der Stadt Memmingen aus. „Diese Stadt verneigt sich in großer Dankbarkeit in Anerkennung deiner Leistung“, betonte Schilder bei der Überreichung. Ekkelboom bedankte sich für die Ehrung und die Unterstützung, die er in all den Jahren von der Stadt, Musikschulleiter Ottfried Richter und seinen Musikern erfahren durfte. „Es war immer ein Genuss mit euch zu arbeiten“, schloss der Stadtkapellmeister seine Dankesrede.

Zum Abschiedskonzert in der Stadthalle Memmingen waren zahlreiche Vertreter der Verein, für die die Stadtkapelle gespielt hatte, Förderer und Liebhaber der Musik gekommen. Vor einem vollbesetzten Saal spielte das Orchester mitreißende und beschwingte Werke wie „Antique Violences“ von John Mackey, „Concerto No. 2 for Marimba“ von Jules Strens und „Two-bone concerto“ von Johan de Meij mit grandiosen Solisten. Das Publikum belohnte die Musiker mit stehenden Ovationen.

Manch einer hoffte, das Konzert würde ewig weitergehen. Doch es endete mit einer letzten Zugabe, wie Johnny Ekkelboom einst begonnen hatte – mit dem „March of the Belgian Parachutists“ von Leemans, der ersten Zugabe, die er vor 25 Jahren bei seinem ersten Konzert dirigierte.

Neben dem Stadtsiegel wurde Ekkelboom vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund vertreten durch den Vorstand der Stadtkapelle, Harald Betzler, mit der Goldenen Anstecknadel am weißblauen Band für seine 25-jährige Tätigkeit als Dirigent geehrt. Und auch seine Musiker ließen es sich zum Abschluss nicht nehmen, ihm gleich mehrere Präsente zu überreichen. So wurde Ekkelboom zum einem zum Ehrendirigenten der Stadtkapelle Memmingen ernannt, zum anderen erhielt er etwas für den Adrenalinkick: Ein Formel-1-Renntraining auf einer echten Rennstrecke „für den Meister rasanter Tempi“. „Wir werden dich und deine schelmische Art vermissen. In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch“, schloss Betzler mit einem Insider, der jedem Orchestermitglied ein Begriff ist.


Tags:
Verabschiedung Abschiedskonzert Kapellenmeister Dirigent


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