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Kleinwalsertal
Montag, 28. September 2020

Kleinwalsertal und Jungholz als Risikogebiete ausnehmen

Nachdem nun auch Tirol vom Robert-Koch-Institut in die Liste der Corona-Risiko-Gebiete aufgenommen worden ist, hat Alexander Hold, Landtagsvizepräsident der FREIEN WÄHLER aus Kempten, sich am Wochenende erneut an die Bundesregierung, das Robert-Koch-Institut und den Krisenstab der Bayerischen Staatsregierung gewandt, um eine schnellstmögliche Ausnahme für die beiden Exklaven zu erreichen.

„Die möglichen Ausnahmen nach der Bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung decken zwar manche typischen Fallkonstellationen ab, reichen aber nicht aus,“ so Alexander Hold. „Ich bin am Wochenende mit mehreren Problemfällen konfrontiert worden, so zum Beispiel einem Verkehrsunfall im Kleinwalsertal, nach dem ein Schwerverletzter in einer Allgäuer Klinik behandelt werde. Die Angehörigen dürften ihn nun eigentlich nicht besuchen, denn es müsste erst ein negativer COVID-Test und ein zweiter Test in fünf Tagen abgewartet werden!“ Die Klinik habe sich zwar sofort bereit erklärt, ein eigenes Hygienekonzept für diesen Fall zu entwickeln. „Solche Dinge sind aber weder für medizinische Einrichtungen noch für die betroffenen Menschen auf Dauer zumutbar – zumal die beiden Gebiete absolut CORONA-frei sind. Daher brauchen wir die einfachste und sinnvollste Lösung: Das Kleinwalsertal und Jungholz müssen von der Liste der Risikogebiete ausgenommen werden.“ Auch Einkaufen im Allgäu und jeglicher Tourismus, Wandern und Skifahren im Kleinwalsertal und in Jungholz seien ohne diese klare Lösung kaum noch möglich, so der Kemptener Abgeordnete Hold.

Hier der wesentliche Inhalt des Schreibens:

„(…) Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, dass weder die Ausnahmen der Bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung noch der Vergleich mit Tschechien der Sondersituation hier gerecht werden. Auch die Nennung von „dringenden medizinische Behandlungen oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen“ in der Verordnung nützt hier im praktischen Fall wie in vielen anderen Fallkonstellationen nichts.

Seit dem Wochenende trifft dieselbe Problematik im Übrigen aufgrund der Reisewarnung für Tirol auch die zweite Exklave im Allgäu, nämlich Jungholz.

Es geht jeweils nicht wie bei Tschechien um eine Grenzregion, die für Pendler und Warenverkehr über Ziff. 5 Bayerische Einreise-Quarantäneverordnung  offen gehalten werden kann, sondern um nur von Deutschland aus erreichbare Täler / Sackgassen, deren tägliches Leben vollständig an das Oberallgäu angegliedert ist.

Denn es geht um viele verschiedene Aspekte des täglichen Lebens:

Weiterführende Schulen (im Allgäu)

Klinische Versorgung (ausschließlich im Allgäu)

Rettungsdienst (wird vom BRK Oberallgäu im Kleinwalsertal betrieben)

Einkaufen (Jungholz hat nicht einmal ein eigenes Lebensmittelgeschäft)

Jeglicher Tourismus wird unmöglich (grenzüberschreitende Wanderwege und das größte deutsche Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand ist grenzüberschreitend)

 

Das Landratsamt tut, was möglich ist, im Rahmen einer Allgemeinverfügung. Aber auch damit sind nicht alle Fallkonstellationen lösbar.

Bei den Grenzschließungen im Frühjahr wurden nach langem Hin und Her das Kleinwalsertal und Jungholz von der Schließung ausgenommen.

Genauso sehe ich jetzt nur einen sinnvollen und gangbaren Weg.

Denn:

Das Kleinwalsertal und Jungholz sind COVID19-frei.

Das Kleinwalsertal und Jungholz sind von Vorarlberg bzw. Tirol aus gar nicht erreichbar.

Das Kleinwalsertal und Jungholz sind ausschließlich wirtschafts- und sozialräumlich ans Oberallgäu gebunden.

Es gibt daher keinen sachlichen Grund, sie in die Risikogebiete Vorarlberg bzw. Tirol einzubeziehen.

 

Daher fordere ich nochmals dringend die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut auf, das Kleinwalsertal aus dem Risikogebiet Vorarlberg und Jungholz aus dem Risikogebiet Tirol auszunehmen. Ich fordere zudem die Bayerische Staatsregierung auf, sich hierfür intensiv bei der Bundesregierung einzusetzen.“


Tags:
corona risiko gebiet lockdown


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