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Ein Beratungsgespräch bei der Arbeitsagentur
(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
 
Kempten
Dienstag, 30. September 2014

Allgäuer Arbeitslosenzahl geht leicht zurück

Jüngere Menschen stärker betroffen

Zum Ende der Sommerpause ging es mit dem Arbeitsmarkt im Allgäu wieder aufwärts. Mitte September waren bei den Vermittlern der Arbeitsagentur und in den Jobcentern 280 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote ging leicht um 0,1 Prozentpunkte zurück, sie erreichte aktuell den Wert von 3,2 Prozent.

Vor einem Jahr lag der Vergleichswert bei 3,1 Prozent. Unter den mehr als 11.300 arbeitslosen Menschen waren Jüngere unter 25 Jahren mit knapp 1.900 Kräften stärker vertreten als im Jahr zuvor. Das hängt insbesondere mit einem späteren Schulbeginn zusammen. Viele aus dieser Altersgruppe besuchen eine weiterführende Schule oder beginnen demnächst ein Studium um sich weiter zu qualifizieren. Kräftige Signale sendete der Stellenmarkt.  Mehr als 4.650 Beschäftigungsangebote stellten Betriebe zur Verfügung, die höchste Zahl der letzten Monate.

„Der Arbeitsmarkt hat sich im September leicht verbessert. Nach der Sommerpause ist die Nachfrage nach Arbeitskräften gestiegen. Vor allem qualifizierte Fachkräfte sind in den Betrieben gefragt, das zeigen viele eingegangene Stellenprofile. Um diesen Anforderungen zu entsprechen, führen wir Qualifizierungen in den verschiedensten Bereichen durch“, sagt Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen.

Übersicht der einzelnen Regionen:
Landkreis Lindau: 2,8 Prozent / 2,8 Prozent (2013 / 2014)
Landkreis Unterallgäu: 2,0 Prozent / 2,3 Prozent
Landkreis Oberallgäu: 2,7 Prozent / 2,9 Prozent
Landkreis Ostallgäu: 2,6 Prozent / 2,7 Prozent
Stadt Kaufbeuren: 6,2 Prozent / 5,8 Prozent
Stadt Memmingen: 3,5 Prozent / 3,8 Prozent
Stadt Kempten: 4,8 Prozent / 5,0 Prozent
GESAMTAGENTUR ALLGÄU: 3,1 Prozent / 3,2 Prozent

Qualifizierung steigert Arbeitsmarktchancen
Fachkräfte haben deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, das beweisen diverse Stellenbeschreibungen, die Arbeitgeber zur Besetzung hereingeben. Damit arbeitslose Menschen größere Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz haben, starteten daher im September zahlreiche berufliche Qualifizierungen. Umschulungen zu Fachlageristen oder zum Maschinen- und Anlagenführer waren ebenso darunter wie der Erwerb eines Kassenpasses für Verkaufspersonal oder die Vorbereitung einer Qualifikation zum Möbel- und Küchenplaner. Für Frauen, die aufgrund ihrer familiären Situation keine Vollzeittätigkeit ausüben können, startete ein Kurs in Teilzeit. Demnächst beginnt eine Schulung für Betreuungsassistenten, die im Anschluss in der Altenpflege arbeiten. Auch diese Fortbildung richtet sich an Teilzeitkräfte.

Gerade im Bereich Metall herrscht permanent hoher Bedarf an Arbeitskräften. Deshalb hat die Agentur für Arbeit gemeinsam mit zwei Personaldienstleistungsunternehmen Anfang September eine überbetriebliche Umschulung gestartet. 14 Kräfte, darunter zwei Frauen, qualifizieren sich in einem bayernweiten Pilotprojekt in Memmingen. In den nächsten zwei Jahren erlernen sie den Beruf des Industriemechanikers. Sie werden dadurch zu Fachkräften, die auf dem regionalen Arbeitsmarkt ausgezeichnete Chancen haben.

Arbeitslose Menschen - Jüngere weiter stärker betroffen
Auch im September waren Jüngere unter 25 Jahren merklich von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum August ging ihre Zahl zwar um 34 Kräfte zurück, jedoch waren im Jahresvergleich gut 400 Kräfte mehr ohne Job. Grund ist in diesem Jahr der spätere Schulbeginn Mitte September. Viele der als arbeitslos erfassten jüngeren Menschen haben bereits konkrete Pläne, sei es ein weiterer Schulbesuch oder ein anschließendes Studium.

Der September brachte mehr Bewegung auf Seiten der arbeitslosen Menschen als in den Monaten zuvor. 1.714 Frauen und Männer meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit neu arbeitslos. Gleichzeitig konnten 1.434 Kräfte eine neue Beschäftigung aufnehmen und auf diesem Weg ihre Arbeitslosigkeit beenden. Arbeitsaufnahmen erfolgten im Verkauf, im Reinigungsgewerbe, in der Gastronomie und in der Lagerwirtschaft.

Die Chancen auf eine neue Beschäftigung sind größer, wenn man bei drohender Arbeitslosigkeit frühzeitig mit seinem Arbeitsvermittler spricht. Neben anderen haben in den letzten Tagen ein Elektrotechniker, ein Betriebswirt, ein Maschinenführer und eine Verkäuferin eine neue Stelle angetreten. Arbeitslosigkeit trat in allen Fällen nicht ein.

Kräftenachfrage steigt weiter
Mit dem Ende der Haupturlaubszeit meldeten Arbeitgeber einen höheren Bedarf an Arbeitskräften. 1.300 Beschäftigungsmöglichkeiten gaben Betriebe neu zur Besetzung herein, die gesamte Kräftenachfrage legte auf mehr als 4.650 Stellenangebote zu. Das bedeutete einen Zuwachs sowohl im Vergleich zum August wie auch zum Vorjahr. In der Hotellerie und Gastronomie waren im Allgäu Köche und Servicepersonal gefragt, knapp 130 zusätzliche Arbeitsplätze kamen neu zur Besetzung herein. Der Produktionssektor suchte besonders für Tätigkeiten im Metall- und Maschinenbau zusätzliche Kräfte. Daneben blieben Fachleute für Tätigkeiten in der Energie- und Elektrotechnik gefragt, hier waren knapp 90 neue Jobs zu besetzen. Der Logistiksektor suchte eine ganze Reihe von Mitarbeitern als Fachlagerist oder Berufskraftfahrer. Daneben gab es neue Jobs in der Lebensmittelherstellung sowie im Verkauf.

Regionale Entwicklungen im Jahresvergleich
Der Blick auf die kommunalen Strukturen innerhalb des Agenturbezirks zeigt, dass sich die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich leicht erhöht hat. Die Ausnahmen bildeten dieses Mal der Landkreis Lindau und die Stadt Kaufbeuren. Im Kreis Lindau erreichte die Arbeitslosenquote erneut den Wert von 2,8 Prozent – wie schon im September des vergangenen Jahres. Im Bereich der Stadt Kaufbeuren ging die Arbeitslosenquote zurück und erreichte aktuell den Wert von 5,8 Prozent. Im kommunalen Vergleich  sah es für die Menschen im Unterallgäu am besten aus, denn hier lag die Arbeitslosenquote bei 2,3 Prozent. Ein günstiges Bild zeigte sich ebenfalls in den Landkreisen Oberallgäu und Ostallgäu, denn auch hier stand im September bei der Arbeitslosenquote ebenfalls eine Zwei vor dem Komma.

Die Städte Kempten und Memmingen hatten einen Zuwachs um 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte zu verzeichnen. Während die Quote in Memmingen die Marke von 3,8 Prozent erreichte, lag sie in der Stadt Kempten bei fünf Prozent.

Bilanz zum Ausbildungsmarkt am 30. Oktober 2014
Für den Monat September liegen keine aktuellen Daten vor. Das Ausbildungsmarktjahr endet am 30. September. Gemeinsam mit den Partnern des Ausbildungspaktes zieht die Agentur für Arbeit am 30. Oktober ihre Bilanz.

Wie in den Vorjahren waren im August deutlich mehr Ausbildungsplätze als jugendliche Bewerber bei der Arbeitsagentur gemeldet.

 


Tags:
allgäu arbeitsmarkt zahlen wirtschaft



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