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ESV Kaufbeuren (DEL2)
(Bildquelle: ESV Kaufbeuren)
 
Kaufbeuren
Mittwoch, 19. März 2014

Entscheidung um den Klassenerhalt vertagt

ESV Kaufbeuren muss gegen Heilbronn nachsitzen

Die Entscheidung ist vertagt. Der späte Ausgleich durch Maury Edwards zum 4:4 in 42 Sekunden vor Spielende brachte die Joker zwar in die Verlängerung, aber Fehler beim ersten Wechsel haben für einen 5:4 n.V. Sieg der Falken gesorgt.

So weit hätte es jedoch nicht kommen müssen, denn Kaufbeuren kam gut in die Partie und machte von Beginn an deutlich, wer hier gewinnen wollte. Markku Tähtinen und Alex Thiel waren dabei früh mit einem Angriff erfolgreich. Thiel verzögerte, passte quer und Tähtinen schob den Puck durch die Schoner Lehrs. Nur zwei Minuten später, in der siebten Spielminute, war es dann Sami Ryhänen, der zuerst einen Pass gut vors Tor brachte, den Kreitl nicht verwerten konnte, doch Max Schmidle ergatterte die Scheibe und spielte sie auf Ryhänens Schläger, der aus spitzem Winkel zum 0:2 verwandelte. Aber auch ESVK-Rückhalt Stefan Vajs zeigte eine gute Leistung und vereitelte mehrere Chancen der Heilbronner äußerst sicher. Auf der anderen Seite fehlte den Jokern die entscheidende Präzision im Abschluss, denn Sami Ryhänen zielte zwei Mal denkbar knapp am Gehäuse vorbei und auch seine Kollegen machten es nicht besser.

So ging es mit einer eigentlich beruhigenden 2:0 Führung in die Pause, die auch höher hätte ausfallen können, doch eine ungleiche Regelauslegung von Hauptschiedsrichter Westrich brachte die Joker aus dem Konzept und Heilbronn wieder ins Spiel, denn beispielsweise ein klarer Faustschlag in Schultz' Gesicht, als er an Carciola vorbei wollte, war dem Schiedsrichter keinen Pfiff würdig, wobei er auf der Gegenseite sehr kleinliche Entscheidungen fällte. Die Folge war ein Überzahltor der Falken, die immer aggressiver agierten, da sie mit dem Rücken zur Wand standen. Die Gäste mussten gar in doppelter Unterzahl spielen, doch diese wurde mit vereinten Kräften schadlos überstanden. Chancen auf Seiten des ESV wurden durch zehn Strafminuten und eine Disziplinarstrafe gegen Aßner zur Mangelware, doch mit Mann und Maus verhinderte man den Ausgleich. Dies kostete sichtlich Kraft.

Der letzte Abschnitt begann dann alles andere als glücklich. Ein Schlagschuss Hackerts sprang vom Plexigas nur 19 Sekunden nach Drittelbeginn zurück in den Torraum und er selbst nutzte die Gunst der Stunde zum Ausgleich. Danach folgte eine gute Chance des ESV im Powerplay, doch eine schöne Kombination über Schmidle und Ryhänen landete bei Kreitl vor dem Tor, der an Lehr scheiterte. Als Ryhänen dann nur kurze Zeit später den Torwart scheinbar behinderte hatte, war es Carciola, der mit einem verdeckten Schlenzer von der Blauen die erstmalige Führung der Falken markierte. Dieser war es dann, der beim Ausgleich der Joker die Strafbank drückte. Edwards jagte einen Schuss aufs Tor und Kreitl fälschte unhaltbar ab. Bitter verlief dann eine Unterzahl in der 56. Minute, denn die Strafe war nur Sekunden verstrichen, da war es P.J. Fenton, der Stefan Vajs über die Schulter überwand. Die Joker wirkten nun zwar nicht mehr so spritzig wie Heilbronn, doch der Wille war ungebrochen. So drückten die Rot-Gelben nun nochmal kräftig. Dies ermöglichte Fenton dann zwei Minuten vor Schluss auch ein Solo gegen nun sehr offensive Gäste, doch Stefan Vajs zeigte sich gut gelaunt und wehrte ab. Egen nahm nun seine Auszeit und die Joker setzten sich im Drittel der Falken fest. Ein Bully 61 Sekunden vor Schluss führte dann noch zu einer großen Chance mit sechs Feldspielern. Ryhänen spielte Edwards schön frei, doch dieser verzögerte seinen Schuss, spielte einen Käthchstenstädter aus und zielte perfekt ins lange Kreuzeck. 42 Sekunden vor Schluss war nun wieder alles offen und die Sekunden bis zum Ende der regulären Spielzeit gehörten auch noch dem ESV.

Die Verlängerung dauerte dann aber nur 29 Sekunden, denn die Falken nutzten zwei Fehler in der Defensive der Gäste und Carciola musste nur noch ins leere Tor einschieben. Somit mussten die über hundert mitgereisten Schlachtenbummler unverrichteter Dinge wieder die Heimreise antreten.

Für Egen waren die versäumten Chancen im ersten Drittel ärgerlich, denn hier hätte man den Sack schon zumachen können. Im zweiten Drittel ließen die Strafen seine Jungs dann aus dem Rhythmus kommen und der letzte Abschnitt bestand aus Hochs und Tiefs. In der Verlängerung führten dann die ersten Fehler zur Niederlage. Freitag wird man dann wieder hochmotiviert auftreten.

Falken-Coach Pavlov lobte die ESVK-Spieler und zeigte sich sehr glücklich über den Sieg. Er habe gute Tore von beiden Seiten gesehen, einen ebenso guten Kampf und schöne Checks. Das mache Eishockey schön und das Spiel sei super interessant für die Nerven gewesen.

Am Freitag geht es damit nun mit Spiel 5 der Serie in der heimischen Sparkassen Arena weiter, in dem sich die Joker den Klassenerhalt mit einem Sieg sichern können.


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esvk heilbronn playdowns klassenerhalt



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