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ESV Kaufbeuren
(Bildquelle: ESVK)
 
Kaufbeuren
Montag, 19. Oktober 2015

ESV Kaufbeuren zeigt sein Können gegen Ravensburg

Nach exakt 30 Sekunden durften die heimischen Fans das erste Mal jubeln. Daniel Menge brachte die Scheibe über links ins Drittel und spielte quer zu Max Schmidle. Der ließ Nemec aussteigen und erzielte das 1:0. Die Ravensburger schienen etwas konsterniert und Baindl hatte sogar zwei Mal die Chance, allein auf Matthias Nemec zuzulaufen. Beide Situationen konnte dieser gekonnt entschärfen. Die Heimmannschaft drückte aber weiter vehement darauf, die Führung auszubauen. Zwei Mal trudelte der Puck quer zur Torlinie und die Gäste konnten diese Situationen jeweils in letzter Sekunde entschärfen. In der 14. Minute dann das 2:0 für die Joker. Schmidle spielt Menge im Slot frei und der fackelt nicht lange und erhöht die Führung. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, konnten sich aber nichts Zählbares herausarbeiten.

Das zweite Drittel begann ebenfalls mit einem schnellen Tor. Diesmal aber für die Gäste. Die Wertachstädter waren in Überzahl, konnten sich aber nicht im Drittel des Gegners festsetzen. Schlimmer noch, Tousignant konnte einen Aufbaupass abfangen und Brandon MacLean zögerte nicht lange und zog sofort ab. Stefan Vajs war chancenlos. Als in der 30. Minute wiederum MacLean seine Farben in Überzahl zum Ausgleich schoss, drohte das Spiel zu kippen. Weiterhin waren die Schussentaler die spielbestimmende Mannschaft. Coach Muller brachte nach dem Ausgleich zum wiederholten Male die vierte Reihe. Diese konnte in der nächsten Eiszeit drei schöne Checks setzen, unter anderem ein Open Ice Hit von Wayne Lucas. Dann konnte Baindl unter starkem Druck im eigenen Drittel die Scheibe erkämpfen und mit etwas Glück zu Josh Burnell durchzustecken. Dieser war nun auf und davon und ließ Nemec gekonnt aussteigen und erzielte wiederum die Führung für die Rot-Gelben. Gute zwei Minuten später holte sich Chris St. Jacques im eigenen Drittel die Scheibe und führte sie ins gegnerische Drittel. Dort bediente er Daniel Menge mustergültig, der zum 4:2 abschloss. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Drittelende.

Im letzten Drittel waren es wieder die heimischen Cracks, die das Spielgeschehen dominierten. Nun kam auch die dritte Reihe zu ihrem ersten Torerfolg des Spiels. Max Lukes bekam hinter dem Tor die Scheibe und spielte zum heranstürmenden Daniel Oppolzer, der Nemec mit einem Direktschuss in den Winkel bezwingen konnte. Das Besondere an diesem Tor war, dass „Oppi" im zweiten Drittel nach einem geblockten Schuss zwischenzeitlich in der Kabine behandelt werden musste. Weiterhin ging es fast nur in eine Richtung. St. Jacques gewinnt das Bully und Woidtke zieht direkt ab. Durch Freund und Feind hindurch ging die Scheibe dem bemitleidenswerten Nemec auch noch durch die Schoner und es leuchtete das 6:2 auf der Anzeigetafel. Die Joker spielten sich nun förmlich in einen Rausch und es fiel das lange ersehnte Powerplaytor. Bergmann schoss von der blauen Linie, Nemec konnte zur Seite klären, wo Menge wartete und die Scheibe nur noch ins leere Tor schieben musste und somit einen Hattrick erzielen konnte. Den Schlusspunkt im nun endgültig einseitigen Spiel setzte dann Max Lukes. Wie immer mit vollem Einsatz über 60 Minuten belohnte er sich mit seinem ersten Tor im Profibereich, welches Daniel Oppolzer gekonnt vorbereitete. Dieser revanchierte sich somit für die Vorlage von Lukes zum 5:2. Ein auch in dieser Höhe völlig verdienter Sieg des sehr kompakt spielenden Kaufbeurer Teams, bei dem keine Reihe abfiel.

In der anschließenden Pressekonferenz sprach Gästetrainer Danny Naud von einem kollektiven Versagen seines Teams in dem einzig Matthias Nemec – und das trotz der acht Gegentore – in Normalform schien.

ESVK Coach Mike Muller äußerte sich auf der Pressekonferenz wie folgt: Die Moral in meiner Mannschaft stimmt. Was vor allem die Szene, als die vierte Reihe mit der Eiszeit nach dem 2:2 den Umschwung wieder einleitete, belegt. Des Weiteren bin ich mit 55 Minuten des Spiels sehr zufrieden, einzig den Beginn des zweiten Drittels haben wir etwas verschlafen.

Förderlizenzspieler Simon Schütz zeigte sich nach seinem vierten Einsatz im Trikot des ESVK sehr zufrieden: Ich freue mich über die viele Eiszeit, die ich in Kaufbeuren erhalte. Zudem wurde ich hier sehr gut aufgenommen und würde mich freuen, auch über die Verletzungsphase von Mitch Versteeg hinaus beim ESVK spielen zu dürfen.


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sport sieg esvk heimspiel


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