Moderator: Bernd Krause
Sendung: AllgäuHIT am Wochenende
mit Bernd Krause
 
 
Es gab wieder mehrere Fälle von Anrufbetrug
(Bildquelle: AllgäuHIT | Christian Veit)
 
Allgäu
Dienstag, 12. April 2022

Und täglich grüßen im Allgäu die Anrufbetrüger

Die Anrufbetrüger lassen nicht locker: In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei erneut mehrere erfolgreiche Betrugsfälle, bei denen Geschädigte um ihr Geld gebracht wurden.

Am Freitag, 08.04.2022, kontaktierten Betrüger einen 75-jährigen Mann aus Blaichach über einen Messengerdienst per Nachricht. Der Täter gab sich hierbei als Sohn des 75-Jährigen aus und bat diesen darum, einen Betrag in einer niedrigen vierstelligen Höhe auf ein Konto zu überweisen, was der Mann dann auch tat. Die Polizeibeamten nahmen die Ermittlungen auf.

Der Polizei wurde gestern angezeigt, dass eine Geschädigte aus Bibertal am 06.04. und 07.04.2022 von einem unbekannten Betrüger eine Nachricht über einen bekannten Messangerdienst erhalten hatte. Der Täter gab sich als ein Verwandter aus und gab vor, dass er eine neue Mobilfunknummer habe und dass die Geschädigte ihn deshalb nicht gleich an der Mobilfunknummer habe erkennen können. In diesem Fall gelang es dem Betrüger unter Vortäuschung einer Lügengeschichte, dass die Geschädigte ihm einen Geldbetrag im vierstelligen Bereich überwies.

Am Montagmittag wurde ein Betrug bei der Lindauer Polizei angezeigt. Eine 60-jährige Frau bekam bereits am letzten Donnerstag eine Nachricht von ihrem angeblichen Sohn, zumindest sprach der Absender die Frau mit Mama an. Er erzählte ihr die bekannte Geschichte, dass er sein Handy verloren hätte und nun eine neue Nummer habe, momentan aber keinen Zugriff auf das Onlinebanking. Der Absender bat die Frau, für sich/den angeblichen Sohn eine Überweisung in Höhe einer mittleren vierstelligen Summe zu tätigen, was die Frau dann auch machte. Erst im Nachgang stellte sich heraus, dass der richtige Sohn gar nicht geschrieben und auch kein Geld gefordert hatte.

Letzte Woche erhielt eine 31-jährige Frau aus Buchloe auf ihrem Handy den Anruf eines angeblichen Beamten von Europol. Es wurde eine Nummer mit niederländischer Landesvorwahl angezeigt. Er teilte ihr mit, dass mit ihren Personalien ein Konto eröffnet wurde, das zu Betrugshandlungen genutzt werde. Durch geschickte Gesprächsführung brachte der Anrufer die Geschädigte dazu, Prepaid-Guthabenkarten im Wert von 2.500 Euro zu erwerben und ihm die Codes zu übermitteln. Andernfalls würde ihr die Verhaftung drohen. Erst später schöpfte die Frau Verdacht und erstattete bei der Buchloer Polizei Strafanzeige.

Die Tipps der Polizei

  • Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West weist darauf hin, dass die Betrüger mit ihren ausgefeilten Maschen professionell vorgehen und man einen Betrug oftmals nicht erkennt. So unterschiedlich die Maschen auch sind, sie haben eines gemeinsam. Am Ende wollen die Betrüger nur eines – Ihr Geld!
  • Machen Sie sich daher bitte bewusst: Treten vermeintlich Bekannte (Kinder oder Enkelkinder) auf einem Ihnen unbekannten Weg mit Ihnen in Kontakt und fordern wenig später Geld, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Betrug.
  • Und noch etwas – die Täter ziehen ihre perfiden Maschen überall und jederzeit durch. Auch Ihre Nachbarschaft, Ihre Verwandten oder sogar Sie selbst könnten schon in einer Minute einen Anruf oder eine Nachricht bekommen. Daher die Bitte: Helfen Sie mit, die Machenschaften zu verhindern, indem Sie darüber reden. Mit Ihren Nachbarn, mit Ihren Verwandten, mit Ihren Bekannten!

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polizei betrug telefon



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