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Eine Seniorin mit dem Notrufknopf als Halskette
(Bildquelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.)
 
Allgäu
Montag, 11. Mai 2020
Ein Bericht von Christian Veit

Rettung per Knopfdruck: Der Notrufknopf der Johanniter

Gerade in der aktuellen Situation, aufgrund der Corona-Pandemie, besuchen Angehörige aus Angst, dass sie ihre Eltern mit dem Virus anstecken könnten, diese weniger oft bis gar nicht. Um trotzdem rund um die Uhr sicher zu sein, dass auf die Senioren aufgepasst wird, gibt es den sogenannten Notrufknopf der Johanniter.

Der Kaffee am Sonntagnachmittag oder der gemeinsame Einkauf finden in dieser Zeit nicht statt. Dieses Alleinsein der Liebsten, bereitet zusätzlich vielen Sorgen. „Viele kennen das beunruhigende Gefühl, wenn die Großeltern, Eltern oder ein anderes älteres Familienmitglied nicht ans Telefon gehen. Die erste Frage, die den meisten durch den Kopf schießt, ist, dass hoffentlich nichts passiert ist“, weiß Goda Beyer-Hörmann, Sachgebietsleitung für Soziale Dienste Süd der Johanniter des Regionalverbands Bayerisch Schwaben. „Man fährt oder läuft schnell vorbei, wenn kein Rückruf erfolgt und sieht nach, ob alles in Ordnung ist. Einigen ist dies wegen der räumlichen Distanz nicht möglich. Auch meiden derzeit viele Angehörige generell den physischen Kontakt mit ihren älteren Familienmitgliedern, um ein Ansteckungsrisiko so gering wie nur möglich zu halten. 

Die meisten Senioren, die in ihrer eigenen Wohnung leben, sind sehr selbstständig und in einem guten gesundheitlichen Zustand. Aber wie schnell kann etwas passieren. Man muss nur über den Teppich stolpern und fallen,“ weiß sie aus Erfahrung. Selbstständig und selbstbestimmt, so lange wie nur möglich, in den eigenen vier Wänden zu leben, ist das größte und schönste Ziel für jeden. Doch viele Angehörige machen sich trotzdem Sorgen, gerade dann, wenn man die Besuche einschränkt oder man die Angehörigen, nicht ohne größere Fahrtstrecken zurückzulegen, besuchen kann. „Ich bekomme oft Anrufe von Angehörigen, die gerne für ihre Eltern einen Notrufknopf bestellen würden, sei es wegen Sorgen bezüglich des gesundheitlichen Zustands, der räumlichen Distanz oder der derzeitigen Reduzierung der Kontakte.

Viele Senioren scheuen sich jedoch vor dieser technischen Unterstützung. Es gibt aber keinen Grund dafür, denn ein Hausnotruf ist nur ein kleines weiteres Hilfsmittel, wie ein Rollator oder ein Gehstock, der Sicherheit und längere Selbstständigkeit ermöglicht. Ein gutes Argument ein solches Gerät zu installieren ist der Satz: ‚Mama/Papa, wir wissen, dass Du noch fit bist, aber wir wären wirklich beruhigter, wenn du einen solchen Notrufknopf hättest. Sollte etwas passieren, musst Du nur den roten Knopf drücken.‘ Am besten ist es, dass das komplette soziale Umfeld diesen kleinen Helfer lobt und als eine gute Investition sieht. Der nächste Schritt ist eine gemeinsame Beratung, diese nimmt zusätzlich die Scheu oder Bedenken. Rufen sie uns einfach an und meine Kollegen und ich geben Auskunft über die verschiedenen Möglichkeiten. Die Installation und die Verwendung ist fast ein Kinderspiel. Einer unserer Techniker kommt ins Haus und installiert das Gerät, wenn möglich an einem bestehenden Festnetzanschluss. Es genügt aber auch ein Stromanschluss, so kein Festnetzanschluss vorhanden ist. Es ist somit kein Bohren oder Kabelverlegen notwendig. Um einen Besuch eines Technikers derzeit zu vermeiden, wurde die Möglichkeit geschaffen, sich den Hausnotruf per Paket zu bestellen und ihn mit Unterstützung einer Hotline ganz einfach selbst zu installieren. Dann ist alles vorbereitet und es muss nur noch der rote Knopf gedrückt werden, wenn man Hilfe benötigt“, erklärt Beyer-Hörmann.

Viele Senioren haben auch Bedenken, dass bei einem Fehlalarm oder Alarm sofort der Rettungswagen und die Feuerwehr vor der Tür steht. „Sollte man aus Versehen oder auch mit Absicht den Knopf gedrückt haben, meldet sich grundsätzlich immer erst unsere Hausnotrufzentrale über die Basisstation und fragt nach, was passiert ist. Sollte es keine Rückmeldung des Kunden geben, wird die vom Kunden festgelegte Alarmschleife herangezogen und unter Umständen der Rettungsdienst alarmiert. Zudem kommt einer unserer Hintergrunddienstfahrer, wenn dies in der Versorgungsvariante gewünscht ist, und schaut nach dem Rechten, hilft dem Kunden oder öffnet den Rettungsmitteln die Tür. Unsere Mitarbeiter sind gut geschult und ausgerüstet und meist sind es kleine Dinge, wie zum Beispiel dem Kunden beim Aufstehen zu helfen,“ beruhigt Beyer-Hörmann. Für Kunden ab Pflegegrad 1, die alleine leben, ist das Basispakt, in den meisten Fällen, über die Pflegekasse abrechenbar und somit kostenfrei.

Wenn sie zusammen mit ihren Angehörigen eine Beratung wünschen oder den Johanniter-Hausnotruf bestellen möchten, kontaktieren sie uns telefonisch unter 0831/ 52157-0 oder per E-Mail unter hausnotruf.kempten@johanniter.de 


Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:



Tags:
Notruf Knopf Johanniter Senioren Hilfe


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